Fußball

Offener Brief des Präsidenten und „Murg-Zuckerl“ bis 2022

Die Angst in der Rapid-Chefetage vor Aktionen der verärgerten Fans beim Spiel gegen St. Pölten muss sehr groß gewesen sein. Dafür sprechen die Aktivitäten in den Stunden vor dem Anpfiff. Kurz vor 11 Uhr stand ein offenen Brief von Präsident Michael Krammer (Bild oben) zur unbefriedigenden Situation auf der grün-weißen Homepage. In dem Krammer Fehler eingestand, nämlich nach der Eröffnung des Allianz-Stadions vor zwei Jahren zu rasch zu viel gewollt zu haben. Den Status der Zufriedenheit bezeichnete er als Ergebnis zwischen Erreichtem minus Erwartetem. Wenn die Ergebnisse den Erwartungen nicht gerecht werden, dann bedeutet das Unzufriedenheit. Wie derzeit bei Rapid wegen zehn Jahren ohne Titel und Platz sieben in der Bundesliga Und daraus entstehe ein Rucksack, der.alle nach unten ziehe, auch die Mannschaft. In welche krasser Form gegenüber Trainer und auch Sportchef manche ihre Unzufriedenheit zeigen, das lasse ihm aber kalte Schauer über den Rücken laufen.

Krammer appellierte, mit Schuldzuweisungen und Anfeindungen. sofort Schluss zu machen. Das Glas bei Rapid sei derzeit hab voll, also müsse alles dran setzen, es ganz voll zu machen statt es vom Tisch zu stoßen und zu zerschlagen. Für den Präsidenten die oberste Priorität: Der Umgang miteinander müsse einfach ehrlicher, vertrauensvoller, würdevoller und respektvoller werden. Daher  durfte am Ende von Krammers offenen Brief auch die Erinnerung an den Satz von Dionys Schönecker, der Legende aus den grün-weiße Gründerzeiten, nicht fehlen. Der da hieß: Wer zusammenhält, der gewinnt!

Zwei Stunden nach Krammers offenen Brief meldete sich Rapid wieder: Mit der Erfolgsmeldung der vorzeitigen Vertragslängerung von Thomas Murg um ein Jahr bis 2022. Und zwar ohne Ausstiegsklausel. Das heißt  in den nächsten vier Jahren hat Rapid das Gesetz des Handelns in der Hand. Vor zwei Tagen gab Sportchef Fredy Bickel die Verlängerung mit Boli Bolingboli bis 2021 bekannt, aber offenbar schaffte er damit nicht die Resonanz, die er wollte. Also setzte er mit dem besten Rapid-Spieler der letzten Wochen, dem Nachfolger seines Freunds Louis Schaub als Nummer zehn, noch ein „Murg-Zuckerl“ drauf. Entdeckt wurde der 24jährige, in Voitsberg geborene Murg mit 16 beim GAK in der Regionalliga vom damaligen Trainer Peter Stöger, der ihn später zur Austria holte. Zu Rapid kam er 2016 von Ried, er war der letzte Einkauf von Zoran Barisic, bevor er gehen musste.  Der Vertrag wäre ohnehin noch drei Jahre gelaufen, die Einigung mit Murgs Berater Thomas Böhm über die Verlängerung üm ein Jahr war sicher mit der sofortigen oder sogar rückwirkenden  Erhöhung der Murg-Bezüge verbunden. Wird bei Bolingboli nicht viel anders gewesen sein. Das heißt: Die aktuellen Gehaltskosten  sind gestiegen. Aber das kann sich Rapid dank der Gruppenphase in der Europa League leisten.

Foto: © SK Rapid Wien Media .

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