Fußball

Rangnicks Nein zu Milan bedeutet nicht, dass er Teamchef bleibt

Jeden Tag neue Schlagzeilen um Österreichs Teamchef Ralf Rangnick in italienischen Sportgazetten. Die am Freitag werden ÖFB-Chef Josef Pröll, die Teamspieler und auch viele Fans gefreut haben. Weil die besagen, dass Rangnick inzwischen Milan abgesagt hat. Er wird nicht neuer Sportchef. Die Spekulationen um Oliver Glasner als neuen Trainer dauern an. Aber auch er hat nicht zugesagt. Eigentlich wollte er ja zu einem Klub, der in der Champions League spielt. Milan ist nächste Saison nicht im Europacup. Das zählt für den erfolgsorientierten Glasner mehr als die Aura des Traditionsklubs.

Rangnicks Nein nach Mailand bedeutet aber nicht, dass er im September bei den ersten Nations-League-Heimspielen gegen Israel in Linz, das bereits ausverkauft ist, und gegen Kosovo im Happel-Stadion Teamchef sein wird. Das entscheidet erst das Abschneiden bei der Weltmeisterschaft. Denn er stellt auch an sich hohe Ansprüche. Wenn Österreich nach den Gruppenspielen gegen Jordanien, Argentinien und Algerien nicht in der K.-o.-Phase steht, das Sechzehntelfinale erreicht, dann fühlt er sich gescheitert. Und zieht daraus die Konsequenzen. Er setzt sich selbst unter Erfolgsdruck. Ähnlich war es auch bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren. Rangnick schweigt weiter zu dem Thema und zu allen Fragen rund um die WM, kam auch Freitag nicht zum Medientermin. Sondern der verletzte Christoph Baumgartner und sein Ersatz Dejan Ljubicic.

Geklärt ist seit Freitag die Zukunft von Michael Gregoritsch. Wie erwartet kaufte ihn der FC Augsburg nach dem starken Frühjahr des 32-jährigen Grazers, der am Mittwoch gegen Jordanien höchstwahrscheinlich sein 76. Länderspiel bestreiten wird, fix von Bröndby Kopenhagen zurück, zahlte dafür 500.000 Euro Ablöse. Das kam nach dem starken Frühjahr von Gregoritsch mit sechs Toren und drei Assists durchaus erwartet. Gregoritsch spielte bereits von 2017 bis 2022 bei Augsburg. Im Herbst wird er voraussichtlich Augsburgs neuer Rekordtorschütze in der Bundesliga. Dazu fehlen ihm nur drei Tore. Vater Werner, Österreichs früherer Langzeit-U-21-Teamchef, fliegt in die Staaten, um den Sohn von der Tribüne aus zu unterstützen.

Foto: ÖFB/Christopher Kelemen.

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