Fußball

Rapids Neue können doch helfen

Montag Abend kritisierte Rapids letzter Meistertrainer Peter Pacult bei Servus TV Sportchef Fredy Bickel, weil noch keiner seiner Neueinkäufe wirklich geholfen habe. Nicht einmal 48 Stunden später schienen zwei der Sommerkäufe Bickel helfen zu wollen, indem sie Rapid beim Wolfsberger AC ins Viertelfinale des Uniqa-Cups schossen, die Tore zum souveränen 3:0 (2:0) erzielten.  Der serbische Stürmer Andrija Pavlovic (Bild oben) sorgte in seinem zehnten Pflichtspiel für Grün-Weiß für seine ersten Tore. Sein Doppelpack sorgte schon bis zur Pause für klare Verhältnisse, Christoph Knasmüllner machte nach der Pause mit einem Schuss ins lange Eck alles klar. Wobei Knasmüllner Rapid schon in der Qualifikation zur Europa League Rapid gegen Slovan Pressburg entscheidend  geholfen hatte. Bei allen Treffern hatte Thomas Murg seine Beine im Spiel: Flanke auf den Kopf von Pavlovic zur Führung, vor dem zweiten Tor verlängerte Wolfsbergs Marcel Ritzmaier einen Murg-Pass ideal zu Pavlovic, das dritte Tor entsprang einer gelungenen Eckballvariante zwischen Knasmüllner und Murg. Der kam aber schon vor Bickel zu Rapid.

Jetzt kann man einwende, dass eine oder zwei Spiele zu wenig sind, um als gelungener Neueinkauf zu gelten. Aber ein Anfang ist gemacht. Der souveräne grün-weiße Auftritt an Didi Kühbauers ehemaliger Wirkungsstätte kam nach den letzten Leistungen etwas unerwartet. Überraschte wahrscheinlich auch den Trainer. Er ließ Marvin Potzmann auf der Bank, brachte für ihn den 19jährigen Mert Müldür als rechten Verteidiger. Die zweite Änderung gegenüber dem Sieg über Admira: Dejan Ljubicic statt Manuel Martic. Der angeschlagene Deni Alar blieb in Wien, fuhr nicht nach Kärnten mit. In Gefahr, aus dem Cup zu fliegen, kam Rapid nie Der dritte Sieg in der Ära Kühbauer war der höchste und bisher wichtigste, der erste, der auswärts gelang. Sorgt zum richtigen Moment für etwas mehr Ruhe, sofern dies in Hütteldorf möglich ist. Die Mannschaft präsentierte sich erstmals so kompakt, wie es der neue Trainer sehen will, ließ nichts zu. Das einzige, was nicht passte: Christopher Dibon musste zur Pause verletzt in der Kabine bleiben. „In Wolfsburg 3:0 gewinnen, ist nicht alltäglich“, konstatierte Kühbauer zufrieden.

Ebenfalls bei der Auslosung des Viertelfinales im „Sport am Sonntag“ des ORF vertreten: Meister Red Bull Salzburg, der am Tag der Auszeichnung zur „Mannschaft des Jahres“ bei Erstligist Austria Lustenau mehr Mühe als erwartet hatte, bis der Japaner Takumi Minamino 16 Minuten vor Schluss für die Erlösung sorgte. Souverän hingegen der LASK beim 3:0 (2:0) in Altach. Kühbauers Nachfolger bei St. Pölten Ranko Popovic, kam zum ersten Sieg. Das 3:2 bei Zweitligisten Lafnitz fiel sehr schwer, obwohl die Steirer ab der dritten Minute nah Rot für Tormann Andreas Zingl mit zehn Mann spielen mussten. Ex-Rapidler Rene Gartler sorgte erst acht Minuten vor Schluss für den Sprung unter die letzten acht. Wr.Neustadt schaffte es hingegen in Ried dezimiert aufzusteigen – 2:1!

Die Bundesliga würdigte im Nachhinein Kühbauers erfolgreiche Arbeit in St.Pölten: Die Niederösterreicher führen nach dem ersten Durchgang bei den Einsatzminuten junger Österreicher ganz überlegen mit 15.507 Minuten. Auf Platz zwei Kühbauers neuer Klub Rapid mit 12.887 Minuten vor Sturm Graz (12 646). Letzter ist Aufsteiger Wacker Innsbruck mit 7872.

 

 

Foto: SK Rapid Wien Media.

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