Vor elf Monaten erzielte Rapids Stürmertalent Nikolaus Wurmbrand bei seinem Bundesligadebüt in Wolfsberg auch sein erstes und bis Sonntag einziges Tor in der Punktejagd. Auch bei seinem zweiten Match im Lavanttal-Stadion schlug Wurmbrand wieder zu: Doppelpack zur 2:0-Pausenführung beim 2:1 (2:0)-Auswärtssieg, mit dem Rapid drei Tage nach dem Dämpfer in Györ wieder auf Kurs kam, punktgleich mit Tabellenführer Red Bull Salzburg ist. Die zehn grün-weißen Punkte sind aber sicher mehr wert als die der Salzburg, weil 2:1-Auswärtssiege gegen Meister Sturm Graz und Cupsieger Wolfsberg dabei sind. Trainer Peter Stöger nahm damit ein gutes Gefühl für das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Ligaphase gegen FC Eto Györ mit. Trotz 1:2-Rückstand wahrscheinlich ein besseres als Didi Kühbauer trotz 2:1-Vorsprung nach Nikosia, der zugab, ein wenig enttäuscht zu sein.
Stöger rotierte im Vergleich zur Startelf vom Donnerstag entgegen seinen Gewohnheiten fünfmal. Kouadio Ahoussou, Furkan Demir, Kapitän Mathias Seidl, Wurmbrand und Claudy Mbuyi kamen für Nenad Cvetkovic, Jannes Horn, Lukas Grgic, Louis Schaub und Ercan Kara rein. Das bewährte sich besser als die fünf Umstellungen bei Wolfsberg. Mit Dominik Baumgartner durfte sich der Kapitän schonen. Wurmbrand nützte starke Assists von Mbuyi und Petter Dahl zum zweiten Doppelpack seiner Karriere, der erste war ihm in der Conference League beim 3:0 gegen den FC Kopenhagen gelungen. Nach 58 Minuten brachte Stöger Cvetkovic statt Mbuyi, womit Rapid erstmals unter ihm mit drei Innenverteidigern agierte. Ein Elfmeter nach Hands von Seidl, den Dejan Zukic verwandelte, brachte etwas Spannung, aber Rapid brachte den Vorsprung über die Distanz. Verdient, wie Stöger befand: „Es wird schon eine Zeit lag her, dass Rapid in Wolfsberg so dominant auftrat!“ Es war der fünfte Sieg von Stöger im Trainerduell gegen Kühbauer.
Donnerstag wird in Hütteldorf gegen Györ die Kulisse jedenfalls stimmen: Seit Samstagfrüh ist das Kontingent der regulären Tickets für die Heimsektoren ausverkauft, lediglich für den Business-Club und den VIP-Bereich gibt es noch Karten. Das bedeutet 25.000 Zuschauer. Nach Györ wartet noch vor der Länderspielpause am nächsten Austria-Bezwinger Hartberg in der Südstadt. Dort bedeutet ausverkauft aber nur 5500 Zuschauer.
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