Fußball

Ruttensteiners erster Sieg! Aber macht ihn Zahavis Hattrick wirklich froh?

Erster Sieg für Willi Ruttensteiner als Israels Teamchef im fünften Anlauf! Dank seines Topstars mit der Nummer sieben, Eran Zahavi! Mit einem Hattrick verwandelte in Trnava der 33 jährige innerhalb von  21 Minuten, von der 68. bis zur 89 Minute, ein 0:2 gegen die Slowakei in ein 3:2 (0:2). Zahavis zweiter Hattrick für Israel nach dem vor zwei Jahren in Haifa beim 4:2 gegen Österreich in der  EM-Qualifikation, als Andi Herzog noch Teamchef  und Ruttensteiner Sportdirektor war, keine Doppelfunktion hatte. Und Zahavi Legionär bei Guangzhou in China. Seit September stürmte er für Hollands Spitzenklub PSV Eindhoven und Ex-Salzburger-Trainer Roger Schmidt.  In 58 Länderspielen kam Zahavi auf 27 Tore. Das spricht für seine Klasse. Aber macht Zahavis Husarenstück vom Mittwoch Abend Ruttensteiner wirklich froh?

Diese Frage muss erlaubt sein. Zwar hat Israel durch den Auswärtssieg noch Chancen, Platz zwei in der Nations League-Gruppe hinter Schottland zu erobern und damit vielleicht ins Play-off um ein WM-Ticket für Katar zu kommen, aber mehr hätte dem ehemaligen ÖFB-Sportchef Ruttensteiner geholfen, wäre Zahavi eine Woche zuvor  im Hampden-Park von Glasgow beim Play.off um die EM-Qualifikation gegen Schottland ebenso treffsicher gewesen. Dort ging er aber leer aus. Sowohl über 120 Minuten beim 0:0, als auch danach im Elfmeterschießen. Dort vergab er den ersten von Israel, was zur 4:5-Niederlage führte. Ein Sieg in Glasgow und der Aufstieg ins Play-off-Finale gegen Serbien wäre für Israel und Ruttensteiner ein Schritt nach vorne gewesen. Der Sieg in der Slowakei bedeutet nicht mehr als ein Trostpflaster.

Manche werden den Sieg in Trnava sicher mit den Corona-Problemen bei der Slowakei in Zusammenhang bringen. Teamchef Pavel Hapal durfte nach einem positiven Covid 19-Test nicht auf die Bank, dort saß bei Assistent Oto Brunegraf. Und trotz aller Ausfälle spielten bei den Slowaken neun Legionäre. Unter andrem von Hertha BSC Berlin, Lazio Rom, dem 1.FC Köln, Ungarns Meister Ferencvaros, Feyenoord Rotterdam und China in Person von Rekordspieler Marek Hamsik. Der die Slowaken mit einem Freistoß, bei dem Israels Goalie Ofir Marciano, Ruttensteiners „Sargnagel“ beim 1:2 gegen Tschechien am letzten Sonntag in Haifa, wieder nicht gut aussah, in Führung brachte. In Wahrheit dominierte aber Israel den Großteil des Spiels. Ex-Salzburg-Torjäger Munas Dabbur traf vor der Pause zweimal die Stange. Das Finish verlief dann verrückt turbulent: In der 87. Minute zählte die 3:2-Führung der Slowaken wegen einer knappen Abseitsentscheidung nicht, zwei Minuten später machte Zahavi seinen Hattrick perfekt. Sorge auch bei Ruttensteiner für Glücksgefühle. Zumindest für einige Stunden.

Foto: UEFA.

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