Fußball

Schalkes Dauerkrise: Auch Gregoritsch und Schöpf sind „schlappe Knappen“

Im königsblauen Elend gefangen! Das gilt für zwei österreichische Teamspieler, die mit Schalke schon 15 Runden auf einen Sieg warten, statt dessen verlieren, verlieren und verlieren. Samstag bezogen Alessandro Schöpf und Michael Gregoritsch mit dem 1:4 gegen Wolfsburg die neunte Niederlage in der Rückrunde bei nur einem Sieg. Eine schlechtere Bilanz in der Rückrunde hat nur Fixabsteiger Paderborn. Der dritte Österreicher bei Schalke, Guido Burgstaller, trägt seit Wochen nicht mehr den klnigsblauen Schalke-Dress, ist wegen einer Knieverletzung nur Zuschauer.  „Bild am Sonntag“ spottete über die schlappen Knappen, zu denen auch Schöpf und die Augsburg-Leihgabe Gregoritsch gehören.

Schalke steigt nur wegen der starken Bilanz bis zum 17. Jänner nicht ab. Ein Blick zurück zum ersten Spiel der Rückrunde: Riesenjubel über ein 2:0 gegen Mönchengladbach und ein starkes Debüt von Wintererwerb Gregoritsch mit je einem Tor und Assist. Seine einzigen in der ganzen Saison. Von da an ging´s bergab, kam er ins Straucheln (Bild oben). Damals lag Schalke hinter RB Leipzig, Bayern und Mönchengladbach und Borussia Dortmund mit 33 Punkten auf Rang fünf. War gleichauf mit Dortmund, hatte nur drei Punkte weniger als Bayern. Fünf Monate später reicht es nur zu Platz elf mit sechs Punkten mehr als im Jänner. So wie sich Schalke präsentierte, darf das kein Klub tun, der glaubt; zu den Großen der Bundesliga zu zählen. Finanziell ist die Lage mit 197 Millionen Schulden mehr als prekär. Klub-Patron Clemens Tönnies, der mit seinen Millionen oft in die Bresche gesprungen war, kämpft derzeit um sein Corona-verseuchtes Fleischimperium, hat gravierendere Sorgen als Schalke. Wortspiele über eine Mannschaft, die sich abschlachten läßt, drängen sich geradezu auf. Aus acht Spielen nach der Corona-Pause von 24 möglichen nur zwei mit einem Torverhältnis von 5:18. Schalke schlecht wie nie. Und mittendrin Schöpf und Gregoritsch.

Sportvorstand Jochen Schneider macht dem völlig überfordert wirkenden Trainer David Wagner trotzdem die Mauer. Führt alles auf die Verletzten-Misere zurück.: „Wagner ist ein guter Trainer. Wenn er eine gute Mannschaft zur Verfügung hat, lässt er guten Fußball spielen! Wagner bleibt auch in der nächsten Saison. Ob die Rechnung aufgehen wird? Schöpf hat noch einen Vertrag bis 2021. Burgstaller, zu Jahresbeginn wegen seiner „Malochermentalität“ der Liebling der Fans, noch ein Jahr länger. Trotzdem wurde dem 31jährigen Kärntner signalisiert, man werde ihm bei einem eventuellen Wechselwunsch keine Steine in den Weg legen. Gregoritsch endgültig zu erwerben, ist kein Thema. Er muss nach Augsburg zurück, wo er einen Vertrag bis 2022 hat. Aber bei seinem Wechsel wurde zum Jahreswechsel ziemlich viel Porzellan zerschlagen. Schwere Zeiten für den Steirer.

Foto: Union Berlin.

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