Fußball

Schon Sabitzers Vater traf in Salzburg für Österreich! Tiefschlag für Ilsanker

Etwas unter ferner liefen rangiert Österreichs Team zwei Tage vor der EM-Qualifikation in Salzburg gegen Lettland. Seit Tagen redet alles in erster Linie über die Pressekonferenz von Skisuperstar Marcel Hirscher mit seinem Rücktritt. Generell ist Fußball-Salzburg schon viel mehr auf die in zwei Wochen beginnende Gruppenphase der Champions League eingestellt, wie die drei ausverkauften Heimspiele gegen Genk, Napoli und FC Liverpool zeigen, da läuft das Nationalteam nur so nebenbei. Auch die Versicherungen von Marko Arnautovic, dass es ihm in Shanghai gut gehe, die Bezahlung überragend, das Niveau in der chinesischen Liga besser sei als die meisten in Österreich glauben, werden daran nichts ändern. Viel mehr als 15.000 Zuschauer dürften nicht kommen, danach sieht es derzeit aus.Das bedeutet ein halbleeres Stadion. Und offenbar können daran auch daran einige Ex-Salzburger, die Freitag im Teamdress wiederzusehen sein werden, wie Stefan Lainer, Martin Hinteregger, der am Samstag seinen 27. Geburtstag feiert, Konrad Laimer oder Marcel Sabitzer (Bild oben rechts) nichts ändern. Vielleicht kann´s der Leipzig-Legionär 24 Jahre später seinem Vater Herfried nachmachen, der in Salzburg ein Tor für Österreich in der  EM-Qualifikation erzielt hatte. Beim 7:0 (3:0) gegen Liechtenstein sorgte er am 6. April 1995 noch im alten Lehener Stadion für den Pausenstand, Sohn Marcel war damals gerade ein Jahr alt. Für einen österreichischen Mitspieler von ihm bei Leipzig gab es einen Tiefschlag, der auch Teamchef Franco Foda nicht gefallen kann: Stefan Ilsanker, 30, gehört nicht zum Kader, den RB Leipzig für die Champions League meldete. Hannes Wolf, noch Monate nach den bei der U21-EM gegen Serbien erlittenen Knöchelbruch außer Gefecht, hingegen schon.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben:  Gruppenschlusslicht Lettland  ist auch nicht die große Attraktion, kein Ticketseller. Da fehlt ein Legionär mit klingenden Namen. St.Pöltens Stürmer George Davies wird das bestätigen können, denn 2018 hatte er mit dem FC Riga das Double in Lettland gewonnen.  Solche Highlights werden ihm mit St.Pölten nicht vergönnt sein. Lettland größtes Talent, der 19jährige Daniel Outuzeis, der bei Bayern Münchens Amateuren in die „Lehre“ geht, fällt verletzt au Teamchef Slavisa Stojanovics, ein Slowene, hat acht Legionäre im Kader. Aus Polen drei aber nur einen aus der ersten Liga, nämlich den 34jährigen Torhüter Pavels Steinbors von Arkadia Gydnia, derzeit Drittletzter. Dazu zwei aus der Schweiz, von Sion und Neuchatel Xamax, einen aus der Ukraine von Europa League-Teilnehmer Olexandria, einen aus Hlland von Cambuur und einen aus Slowenien von Olimpija Laibach, Den wird man auch in Mattersburg und Umgebung kennen: Den 28jährigen ehemaligen Mattersburger Abwehrspieler Vitalijs Maksimenko. Wie gesagt, attraktiv ist anders. Wie die Resultat in den letzten zwei Heimspielen zeigen: 0:5 gegen Slowenien, zuvor 0:3 gegen Israel.

Das Team von Andi Herzog spielt bereits Donnerstag Abend in Beer Sheva gegen Nordmazedonien. Herzog weiß, dass drei Punkte nötig sind, sagt aber: „Bei uns kann alles nur klappen, wenn vorher alles hundertprozentig stimmte.“ Das traf aber nicht so. Rechtsverteidiger Eli Dasa spielt als Vereinsloser, Kapitän Bibras Natcho fand erst vor zwei Wochen mit Partizan Belgrad einen neuen Klub. China-Legionär Eran Zahavy, mit sieben Treffern, davon drei beim 4:2 gegen Österreich, Erster in der Schützenliste der  EM-Qualifikation, war zuletzt verletzt. Aber er wird spielen. Ebenso wie Ex-Salzburger-Torjäger Munas Dabbur, obwohl er beim FC Sevilla überhaupt nicht gefragt ist. „Wir können uns es trotzdem nicht leisten, auf ihn zu verzichten“, betont Sportchef Willi Ruttensteiner, „wenn wir zur Europameisterschaft wollen, müssen wir diese drei Punkte holen.“ So sieht es auch Herzog.

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