Fußball

Schöpf fühlt sich wieder hervorragend! Eine Karotte für Xaver Schlager

Guido Burgstaller erklärte zwar seinen Rücktritt, aber im Oktober könnte vielleicht doch ein Schalke-Legionär zu Österreichs Team gehören. Der Tiroler Alessandro Schöpf, der sich letzten Samstag bei Schalkes 3:0-Heimsieg gegen Hertha BSC Berlin nach acht Monaten Pause zurückgemeldet hatte. Wenn auch nur in den letzten drei Minuten. Dennoch fühlte sich der 25jährige nachher überragend, weil damit die ganze Schufterei während der Reha belohnt wurde. Berlins Innenverteidiger Karim Rekik applaudierte, als Schöpf auf den Rasen  kam. Der Holländer hatte ja durch eine Brutaloattacke am 25. Jänner für die schwere Verletzung von Schöpf gesorgt. Das Außenband im Knie war gerissen, dazu die Kapsel verletzt. Wahrscheinlich ließ gerade deshalb Schalkes Trainer David Wagner Schöpf gegen Hertha noch kurz spielen. Gemeldet oder entschuldigt hatte sich Rekik danach bei Schöpf nicht, er beließ es beim kurzen Applaus: „Ich bin nicht nachtragend“, meinte der Tiroler. Der Blick in die Zukunft ist ihm wichtiger als der in die Vergangenheit: „Auf 100 Prozent bring ich es nur mit mehr Spielpraxis.“ Freitag ist er bei einem Testspiel Schalkes im Einsatz.

In die Zukunft blickt auch schon wieder Xaver Schlager kurz nach der Knöcheloperation am Dienstag in Klagenfurt bei Universitätsdozent Ernst Orthner, einem Spezialisten. Die Zwangpause „verdankt“ der Oberösterreicher dem Hybridrasen in Wolfsburg, in dem er hängenblieb. Die Operation verlief gut, morgen wird Schlager das Krankenhaus verlassen. Wolfsburg meldete ihn trotzdem bei der UEFA im Kader für die Gruppenspiele der Europa League im Herbst: „Eine Karotte, die wir ihm hingehängt haben. Vielleicht ist das ein Motivationsschub“, meinte Schlagers Trainer Oliver Glasner, der bewundert, wie sein „Königskauf“ mit der schweren Verletzung trotz seiner erst 21 Jahre gut umgeht, die Chance für ein Comeback im Dezember sieht.

Auch Hannes Wolf, dessen Knöchelbruch Schlager am 17.Juni bei der  U21-EM gegen Serbien in Triest aus nächster Nähe mitbekommen hatte, wurde Dienstag bei der UEFA angemeldet.  Von RB Leipzig für die Champions League. Sogar unter den 25 Spielern auf der A-Liste. Weder auf der, noch auf der B-Liste mit acht Mann ist der Name von Stefan Ilsanker zu finden. Ein Beweis mehr, dass Trainer Julian Nagelsmann nicht mit dem 39jährigen plant. Ein ziemlich brutaler sogar. Ilsanker wird wohl in den letzten Wochen mitbekommen haben, dass er in Leipzig nicht mehr so hoch in Kurs steht wie in den letzten drei Saisonen bei Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick. Warum er dann nicht den Verein wechselte? Leipzig hätte ihm sicher nichts in den Weg gelegt Der 30jährige hat auch deshalb keine Chance auf sein Debüt in der Königsklasse, weil auf der A-Liste acht Spieler stehen müssen, die zwischen 15 und 21 Jahren schon im Klub waren. Darunter dürfen vier sein die in diesem Alter zumindest im gleichen Land unter Vertrag standen. Auf die B-Liste dürfen nur Spieler, die nicht älter als 21 sind und mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung beim Verein spielen. Damit RB Leipzig die Bedingung erfüllen konnte, kamen gleich zehn  Nachwuchsspieler auf die Liste, die sonst gar kein Thema sind. Es wird kein Trost für Ilsanker sein, aber es gibt auch deutsche Teamspieler, die von ihren Klub nicht für die Champions League gemeldet wurden. Das passierte Emre Can bei Italiens Abonnementmeister Juventus Turin. Can machte seinem Ärger lauthals Luft, Ilsanker schwieg hingegen.

 

 

Foto: Schalke 04 Media .

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