Fußball

Schwarzer Sonntag für Leicester und Fuchs! Hasenhüttl überholte Ancelotti

Zu Jahresbeginn lag Leicester City noch 14 Punkte  vor Manchester United, insgesamt über 300 Tage dieser Saison auf einen Champions League-Platz. Aber am letzten  gab´s nur lange Gesichter, auch bei Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs: Am Sonntag erlebte der 34 jährige als verletzte Tribünen-Gast mit Gesichtsmaske im King Power-Stadium mitverfolgen, wie sein Traum, iin der vielleicht letzten Saison seiner Karriere im Herbst so wie 2016 nach dem sensationellen Meistertitel mit Leicester nochmals in der Champions League zu spielen, was ihm vor Leicester auch bei Schalke gelungen war, starb. Durch ein 0:2 (0:0) im direkten Duell um den Champions League gegen Manchester United. Auch ein Unentschieden wäre zu wenig gewesen, da Chelsea  an der Stamford Bridge Wolverhampton 2:0 (2:0) bezwang.

Manchester United, am 5. August in Old Trafford  Gegner des LASK beim Abschied der Linzer aus dem Achtelfinale der Europa League, lag im Herbst mitunter nur auf Rang 14, beim Neustart nach der Corona-Pause noch acht Punkte hinter dem Dritten Leicester. Verlor aber in den letzten neun Runden kein Spiel. Sechs Siegen und drei Unentschieden (eines gegen Ralph Hasenhüttls FC Southampton in Old Trafford) gelang der Sprung auf Platz vier. Auch dank des Winterkaufs Bruno Fernandes, der bis  Weihnachten bei Sporting Lissabon gespielt hatte, unter anderem in der Gruppenphase der Europa League gegen den LASK. In Manchester schlug er groß ein, kam auf acht Tore und 14 Assists. Mit seinem verwandelten Elfmeter kam die Mannschaft des norwegischen Trainers  Ole Gunnar Solskjaer nach 71 Minuten auf die Siegerstraße, der zweite Treffer fiel erst in der 98. Minute.

Leicesters Bilanz der letzten neun Runden: Nur zwei Siege, hingegen drei Unentschieden und  vier Niederlagen.  Fuchs spielt 15 Minuten beim 3:0 gegen Crystal Palace, eine halbe Stunde beim 1:1 in Arsenal gegen London, womit vier Runden vor Schluss der dritte Platz an Chelsea verloren gegangen war und über die komplette Spielzeit beim fatalen 1:4 beim Absteiger Bournemouth. Dabei zog er sich die Adduktorenverletzung zu, mit der die Saison für ihn beendet war. Platz vier an Manchester United verlor Leicester erstmals in der  vorletzten Runde durch das 0:3 gegen Tottenham in London, hätte ihn Sonntag zurückerobern können. Es gelang nicht. So hielt sich auch die Freude bei Torjäger Jamie Vardy in Grenzen, mit 33 Jahren der älteste Schützenkönig der Premier League geworden zu sein. „Vor der Saison war ein internationaler Startplatz das Ziel“, meinte Fuchs, „den haben wir zwar geschafft. Aber dennoch ist die Enttäuschung groß!“ Darüber, nur in der Europa League zu spielen wie auch Tottenham mit Jose Mourinho. Meister Liverpool, Manchester City, Chelsea und Manchester United spielen 2020/21 in der Champions League. Chelsea verpflichtete schon vor Wochen Leipzig-Torjäger Timo Werner, der Sonntag auf der Tribüne seine neue Mannschaft beobachtete, ist jetzt bereit, 100 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, um Kai Havertz von Leverkusen zu bekommen. Noch 20 mehr werden fällig, wenn Manchester United seinen Plan, Dortmunds Flügelflitzer Jadon Sancho zu holen, in die Tat umsetzt.

Ralph Hasenhüttl konnte zum Abschluss mit Southampton den 15.Saisonsieg bejubeln (Bild oben). Mit dem 3:1 (0:1) gegen Sheffield verpassten die „Saints“ als Elfte den einstelligen Platz nur um zwei Punkte. Damit distanzierte Hasenhüttl auch den italienischen Trainerstar Carlo Ancelotti und Everton um drei Punkte. Hasenhüttls Torjäger Danny Ings kam mit 22 Toren, einem weniger als Vardy, auf Platz zwei der Schützenliste. Das starke Finish nach Corona mit nur einer Niederlage macht Hoffnungen für nächste Saison.  Southamptons holte in den neun Partien 18 Punkte, doppelt so viel wie Leicester. Mit Southamptons Finish wäre Leicester Dritter geblieben.

Für Valentino Lazaro gab es kein versöhnliches Ende, obwohl ihn Trainer Steve Bruce für das Heimspiel gegen den FC Liverpool zum vierten Mal in Newcastle Startelf stellte. Damit stand Lazaro im Spalier und applaudierte den Spielern des Meisters, als die auf Rasen kamen. Nach 26 Sekunden führte Newcastle, am Ende gewann Liverpool 3:1, wobei Lazaro im Duell der Ex-Salzburger beim dritten Tor von Sadio Mane „ausgetanzt“ wurde. Möglich, dass dies Lazaros letztes Spiel als Leihgabe von Inter Mailand, wo sein Vertrag bis 2023 läuft, bei Newcastle war. Absteigen muss ausser Norwich und Bournemouth auch Watford, der Ex-Klub von Sebastian Prödl. Fünf Trainerwechsel waren offenbar doch nicht optimal.

Foto: FC Southampton.

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