Fußball

Schweiz nur 1:1! Neuer wird zum ältesten deutschen WM-Spieler aller Zeiten

Sonntagabend wird es für Deutschland ernst: In der Heimat wird ein klarer Sieg gegen WM-Neuling Curacao vom nur 190 Quadratkilometer großen Inselstaat aus der Karibik mit knapp 160.000 Einwohnern gefordert, für manche Medien ist sogar zweistellig drin. Das gab es in der WM-Geschichte nur einmal: 1982 in Spanien deklassierte Ungarn El Salvador 10:1. Der höchste deutsche WM-Sieg war das 8:0 gegen Saudiarabien 2002 in Japan unter Rudi Völler, der jetzt Sportdirektor ist. Wegen der großen Hitze in Houston wird das Stadiondach geschlossen, das Match beginnt um 12 Uhr Ortszeit. In dem der 40 jährige Manuel Neuer mit seinem 126. Länderspiel zum ältesten deutschen Teamspieler aller Zeiten wird. So in Russland 2018 und vier Jahre später in Katar nach der Vorrunde auszuscheiden, gilt gegen Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador so gut wie als ausgeschlossen. Sollte es anders kommen, steht sicher Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Diskussion. Freitag meldete sich via Videocall Bundeskanzler Friedrich Merz bei Nagelsmann und dem Mannschaftsrat mit Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Kai Havertz (Bild) Seine Botschaft: Ganz Deutschland drückt euch die Daumen!

Bei Curacao amtiert mit dem 78 jährigen Dick Advocaat der älteste WM-Teamchef. Dreimal war er Bondscoach in seiner Heimat Holland, unter anderem bei der WM 1994 in den USA. Dort schied er im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Brasilien aus. Advoccat trainiert einmal in der deutschen Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Mit einer Ausnahme wurden alle Spieler seiner Startelf in Holland geboren. Drei Stunden später geht es auch für das „echte“ Holland los: Gegen Japan, einen mehr als nur unangenehmen Außenseiter, der Ende März in Wembley gegen England 1:0 gewann. Vor vier Jahren hatte Japan mit Siegen gegen Deutschland und Spanien aufhorchen lassen. Einen sehr guten Ruf hat der erst  23 jährige Tormann Zion Suzuki, der in Italien Parma vor dem Abstieg rettete. Dabei ist auch Ex-LASK-Legionär Keito Nakamura.

In San Francisco, wo Dienstag Österreich spielt, erlebt die Schweiz eine unliebsame Überraschung: Nur 1:1 (1:0) gegen Katar. Die Eidgenossen betrieben Chancenwucher, erzielten ihr Tor nur aus einem umstrittenen Elfmeter: Denn der gefoulte Urs Freuler stand zuvor klar abseits. Der VAR checkte nur den Elfmeter, aber nicht die Abseitsstellung. Das ist sicher unverständlich, wenn nicht sogar skandalös. Denn es gab TV-Bilder von der strittigen Szene, die aber von der FIFA nicht gezeigt wurden. Die Schweizer wurden für ihre Abschlusschwäche spät, aber doch bestraft: in der vierten Minute der Nachspielzeit glich der aufgerückte Innenverteidiger  Boualekm Khouki per Kopf aus. Ein historisches Tor, denn es sicherte Katar den ersten WM-Punkt. Es war das zweite 1:1 in Gruppe B nach dem zwischen Bosnien und Kanada.

Foto: DFB/Max Galys.

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