Fußball

Stöger fühlt sich auch gegen Young Boys Bern als Außenseiter wohl: „Favorit sind wir nicht!“

Peter Stöger sorgt für eine Premiere auf Servus TV: Dort ist Mittwoch Abend erstmals ein Spiel von Ungarns Meister Ferencvaros Budapest live zu sehen, bei dem Ex-Teamspieler Sebastian Prödl sein Debüt als Co-Kommentator feiert. Es geht um die Play-offs für die Champions League, in die Austrias früherer General Manager in Sachen Sport die ungarischen Grün-Weißen durch den Aufstieg gegen Pristina aus dem Kosovo, Litauens Meister Schalgiris Wilna und Slavia Prag geführt hat. Damit ist Ferencvaros auf jeden Fall in der Gruppenphase der Europa League, womit alle schon zufrieden sind. Auch noch Young Boys Bern zu eliminieren, das wäre das Sahnehäubchen, die Krönung der zwei Monate unter Stöger. In der Schweiz erwarten alle den Aufstieg der Young Boys, gilt Ferencvaros als krasser Außenseiter. Stöger hat dagegen nichts einzuwenden: „Favorit sind wir sicher nicht!“ Das sagte er allerdings auch vor den Spielen gegen Slavia Prag.

Der Unterschied: Gegen die Tschechen spielte Ferencvaros zuerst daheim, gegen Young Boys auswärts. Im Wankdorf-Stadion auf Kunstrasen, mit dem Ferencvaros bereits im Auswärtsspiel gegen Schalgiris Wilna zurechtkommen musste. Was gelang. Trotzdem sieht es Stöger für ungewöhnlich, von vier Auswärtsspielen zwei auf Kunstrasen bestreiten: „Young Boys kommt das Terrain als schnelle Mannschaft entgegen“, wusste Stöger. Bei Ferencvaros wird natürlich alles der Chance, zum zweiten Mal hintereinander in die Champions League zu kommen (2020 war dies erstmals seit 25 Jahren gelungen) untergeordnet: Beim 4:1-Sieg in der Meisterschaft gegen Mezökövesd am letzten Samstag rotierte Stöger kräftig, fehlten acht Mann der Stammbesetzung.  Der Kapitän, der bosnische Linksverteidiger Eldar Civic, fehlt auch in Bern, weil er gesperrt Mit dem neuen deutschen Trainer des Schweizer Meisters, der in der Qualifikation Slovan Bratislava und Cluj aus Rumänien eliminierte, hatte Stöger während seiner Zeit beim 1. FC Köln und Borussia Dortmund, nicht zu tun. Seine Erfahrung mit Schweizer Mannschaften beschränkt sich auf die Spielerzeit: Sein Teamdebüt feierte Stöger 1988 bei einem Turnier in Monaco gegen die Schweiz (1:2), sein 65. und letztes Länderspiel bestritt er elf Jahre später in St. Gallen. Da konnte er sich über einen 4:2-Sieg freuen. Ein Sieg in Bern wäre das erste Erfolgserlebnis als Trainer in der Schweiz.

Der zweite Österreicher, der Mittwoch um ein Ticket für die Gruppenphase der Königsklasse kämpft, heißt  Philipp Mwene. Er gastiert mit PSV Eindhoven bei Benfica Lissabon im Estadio da Luz. Eine schwiige Aufgabe für den Rechtsverteidiger und den Ex-Salzburger Andre Ramalho als Abwehrchef. Trainer Roger Schmidt setzte Sonntag beim Start in die Eredivisie seine Stars Mario Götze, Eran Zahavi und Cody Gapko erst in der zweiten Hälfte ein. Die Stars von Benfica-Trainer Jorge Jesus: In der Defensve der Argentinier Nicolas Otamendi und der Belgier Jan Vertonghen, im Angriff Teamstürmer aus der Schweiz (Haris Seferovic) und der Ukraine (Roman Yaremchuk) sowie der Deutsche Luca Waldschmidt. Die Gespräche über Valentino Lazaro führten noch zu keinem Abschluss. Lazaros Berater Max Hagmayr war vergangene Woche in Lissabon. Bis 31.August bleibt noch etwas Zeit, für den österreichischen Teamspieler eine neue Lösung zu finden. Inter Mailand würde ihn nochmals ausleihen.

 

 

 

Foto: Fradi.hu.

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