Fußball

Stöger und der Traum von der Champions League! Dragovic unter Zugzwang

Bereits Dienstag Abend könnten die ersten zwei Österreicher die dritte Runde in der Qualifikation zur Champions League erreichen: Peter Stöger und sein Assistent Gerhard Fellner mit Ungarns Meister Ferencvaros Budapest, wenn es gelingt, in Litauens Hauptstadt Wilna das 2:0 vom Hinspiel gegen Meister Schalgiris in den Aufstieg zu verwandeln. Fellner, der  schon bei Austria zu Stögers Trainerstaff gehörte, bekam den Job auf Initiative des Chefs. Somit haben drei bei den Grün-Weißen von Budapest eine Austria-Vergangenheit: Stöger, Tormanntrainer Andreas Bade und Fellner. Mit dem Bosnier Stepjan Loncar von Rijeka und dem Norweger Kristoffer Zachariassen von Rosenborg Trondheim bekam Stöger zwei neue Mittelfeldspieler dazu. Weitere Zugänge sind nicht geplant. Stögers zu den Aufstiegschancen: „Mit der nötigen Konzentration schaffen wir das !“

Für die dritte Runde wagt er das nicht zu prophezeien: Denn dort wartet Tschechiens Meister Slavia Prag.  Das wird auf jeden Fall sehr eng. Mit dem Aufstieg gegen Wilna wäre aber gesichert, dass Ferencvaros bei einem eventuellen Scheitern an Slavia in den Play-offs für die Europa League spielen würde: „Natürlich träumen alle von der  Champions League“, so Stöger, „aber sie wissen auch, dass dies letzte Saison unter anderen Umständen gelang!“  Ohne Zuschauer jeweils 2:1 gegen Celtic in Glasgow und  Dinamo Zagreb in Budapest, im Play-off gegen den spätern Rapid-Bezwinger in der Europa League aus Norwegen, Molde, mit Glück und bei 3:3 sowie 0:0 dank der Auswärtstorregel, die es jetzt nicht mehr gibt.

Stöger verteidigt den Vorsprung, Aleksandar Dragovic (Bild oben) steht hingegen 24 Stunden später mit Roter Stern Belgrad unter Zugzwang: Im Marakana muss das 1:2 gegen Kasachstan-Meister Kairat aufgeholt werden. Dragovic, Österreichs Bester bei der Europameisterschaft, ist zum Unterschied von Leverkusen gesetzt, wächst schon gut in die Leaderrolle hinein, redet viel mit den Mitspielern, ist so etwas wie der verlängerte Arm des lautstarken Trainers Dejan Stankovic auf dem Rasen. Aber Roter Stern hat Offensivprobleme: In zwei Heimspielen der serbischen Liga nur ein Tor erzielt (0:0 gegen Vojvodina, 1:0 gegen Mladost Lucani). Bis zum Strafraum läuft das  Spiel, dann fehlt offenbar der Knipser. Wohnung hat Dragovic noch keine, erlebt noch im Hotel. Wie eigentlich seit Mai, seit dem Quarantäne-Trainingslager von Leverkusen. Die Hürde in der dritten Runde wäre für Dragovic leichter als für Stöger: Roter Stern würde vermutlich auf Moldau-Meister Sheriff Tiraspol treffen, der auswärts Armenien-Meister Alashkert 1:0 bezwang.

Keine Probleme mit dem Aufstieg wird Philipp Mwene mit PSV Eindhoven nach dem 5:1-Kantersieg gegen Galatasaray Istanbul haben. Der nächste Gegner für Hollands Vizemeister, der seinen Stürmer Donyell Malen an Borussia Dortmund um 30 Millionen Euro Ablöse verkaufte: Der Sieger aus Midtjylland aus Dänemark gegen Celtic Glasgow. Das erste Spiel in Schottland endete 1:1.

Foto: Roter Stern Belgrad.

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