Fußball

Stögers Rückkehr oder der 23. Juli als violetter Feiertag

Dienstag steigt ein Wiener Pressekonferenz-Derby: Vormittag bittet Rapid anläßlich der neuen Saison ins Hütteldorfer Allianz-Stadion, dreieinhalb Stunden später die Austria zu einem außerordentlichen Termin in die VIP-Räumlichkeiten der Generali-Arena. Normale werden nämlich im Medienzengtrum abgehandelt. Egal, welche Neuigkeiten Zoran Barisic und  Christoph Peschek erstmals mit Neuerwerbung Max Ullmann an Ihrer Seite verraten werden, etwa Ex-Kapitän Martin Hiden als neuen Chef-Scout, welchen neuen Sponsor sie präsentieren werden, sie können mit Violett nicht mithalten.

Auch wenn schon jeder weiß, dass Präsident Frank Hensel die Rückkehr von Peter Stöger nach sechs Jahren verkünden wird. Obwohl Montag Abend noch nichts unterschrieben war, es Dienstag Vormittag den verletzten Verhandlungstermin gab. Die gelungene Chefsache bedeutet die beste Nachricht für die Austria-Fans seit langer, langer Zeit. Der letzte Meistertrainer ist nach seinen vier erfolgreichen Jahren beim 1.FC Köln und den sieben Monaten in Schwarz-Gelb (Bild oben), in denen er Borussia Dortmund von Platz acht in die Champions League gebracht hatte, zurück. Nach 13 Monaten Pause, in denen er neue Kräfte schöpfte, daher voller Tatendrang für seine neue Funktion als Sportvorstand ist. Peter Stöger entscheidet künftig Chef über alles bei der Austria, was mit Sport zu tun hat, bekommt die gleichen Kompetenzen wie AG-Vorstand Markus Kraetschmer in wirtschaftlichen Angelegenheiten.

Schon Stögers Rückkehr zeigt, dass im Management der Austria zuletzt nicht alles optimal lief. Ebenso die Tatsache, dass bisher aus finanziellen Gründen nur ablösefreie Spieler verpflichtet werden konnten. Das ändert sich nur, wenn die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League geschafft wird. Die Auslosung einen Tag vor Stögers Amtsantritt brachte eine lösbare Aufgabe für die dritte Runde: Shamrock Rovers, derzeit Zweiter in Irland,  oder Apollon Limassol aus Zypern. Wobei wegen der Temperaturen auf der Mittelmeerinsel das der unangenehmere Gegner sein dürfte. Und weil der Dritte der vergangenen Saison mit einer Multi Kulti-Truppe schwer einzuschätzen wäre: 21 Legionäre stehen im Kader. Fünf aus Frankreich, je drei aus Spanien und Argentinien, je einer aus Togo, Gambia, Serbien, Belgien, Portugal, Luxemburg, Rumänien, Finnland, der Schweiz und Ungarn. Das ist der 21jährige Abwehrspieler Attila Szalai, ein ehemaliger Rapid-Amateur.

Rapid verkleinerte Montag seinen Kader: Barisic einigte ich mit seinem Kollegen Georg Zellhofer über de Wechsel des 21jährigen Außenbahnspielers Manuel Thurnwald nach Altach. Thurnwald debütierte 2016 unter Mike Büskens, kam seither in 34 Pflichtspielen zum Einsatz, achtmal auch unter Didi Kühbauer. Aber dabei spielte er im Schnitt nur 35 Minuten. Barisic über den Abgang des Eigengewächs, der auch in Österreichs Nachwuchsteams gespielt hatte: „Thurnwald braucht Spielpraxis auf Bundesliganiveau. Und dazu hat er bei Altach bessere Chancen als bei Rapid.“

Foto: © dpa.

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