Fußball

Zwei Angebote für Lienhart – daher verlängerte Freiburg seinen Vertrag

Schon bevor Philipp Lienhart als Kapitän von Österreichs U 21 bei der Europameisterschaft im zentralen Mittelfeld positiv auffiel, seinen Marktwert auf vier Millionen Euro steigerte, lagen zwei lukrative Angebote aus Deutschland und Italien für den 23jährigen bei Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach am Tisch. Die wurden noch nachgebessert. Freiburg reagierte anders, verlängerte mit Lienhart vorzeitig den Vertrag, der ohnehin noch drei Jahre bis 2022 gelaufen wäre, gab aber die neue Vertragszeit nicht bekannt. Selbst, wenn es nur eine Verlängerung um ein Jahr gewesen sein sollte, zeigt das den Stellenwert, den Lienhart  bei Freiburg und seinem 54jährigem Kulttrainer Christian Streich genießt.  Denn ohne Streichs Zustimmung geht in Freiburg nichts über die Bühne. Der dienstälteste Bundesligatrainer ist auch unantastbar wie kein Zweiter. Hat viel mehr Macht als etwa ein Niko Kovac trotz Double bei Bayern München oder Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt trotz einer Megasaison.

Lienhart wechselte 2017 auf Leihbasis von Real Madrid in den Breisgau, wurde ein Jahr später um 2,5 Millionen Euro endgültig erworben. Er kam bisher nur auf 30 Pflichtspiele, auch weil er im letzten Frühjahr wegen einer schweren Gehirnerschütterung acht Spiele lang ausfiel eine Saison davor wegen Knieverletzungen zwölf versäumte.. Er sieht Freiburg als perfekten Klub, um sich weiterzuentwickeln. Weil der Trainer und die Menschen rund um den Verein Ruhe ausstrahlen und wissen, worauf es ankommt. Der erfahrene Streich weiß, wie er junge Spieler wie Lienhart anpacken muss und hat es bei ihm offenbar an den richtigen Stellen getan, wie die Europameisterschaft zeigte. Streich sucht in Einzelgesprächen oft intensiven Kontakt, was für Lienhart in dieser Form neu war, er sonst nur bei Österreichs U 21 als verlängerter Arm von Teamchef Werner Gregoritsch erlebte.

Streich lässt sich komplett auf die Spieler ein. In einem ehrlichen und direkten Austausch, bei dem auch sie Dinge ansprechen dürfen, die sie nicht so gut finden. Das ergibt ein gutes Gefühl. Streich geht auch mit Lienhart mitunter kritisch um. Aber der weiß: der Trainer will das Beste aus ihm herausholen. Und das hilft ihm weiter. Bei Streich ist Lienhart vor allem auf seiner Stammposition als Innenverteidiger  gefragt.

Foto: @philipp_lienhart.

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