Eishockey

Taschenspielertricks für mehr Ausländer in Eishockey-Liga

Nach Ostern soll Christian Feichtinger, der Geschäftsführer der Eishockeyliga, den Nachfolger der Erste Bank als Bewerbsponsor präsentieren. Sollte der wirklich aus der Wettanbieterbranche kommen, wäre das geradezu verblüffend, weil auch die schwer unter Corona leidet. Aber schon vor Ostern wird offenbar etwas unter den elf Klubs paktiert, was man nur als Taschenspielertrick bezeichnen kann. Aufgedeckt durch den bestens vernetzten Eishockeyexperten Bernd Freimüller via Twitter. Zwar wird die Anzahl der Legionäre für die kommende Saison wie geplant von elf auf zehn reduziert. Aber dazu dürfen die Klubs entweder zwei U 24-Spieler aus dem Ausland holen oder drei U 22-Akteure unter Vertrag nehmen.

Dafür machte Lyle Seitz, in der Liga Director of Hockey Operations, seit einiger Zeit „Werbung“ hinter den Kulissen. Egal, welche Variante gewählt wird, damit kommen auf jeden Fall mehr Legionäre als bisher in die Liga, in der kommende Saison vielleicht der slowakische Zweitligist Bratislava Capitals als zwölfter Klub mitspielen wird. Entweder zwölf statt bisher elf oder 13 statt elf. Die Gelegenheit werden sicher einige Klubs nützen. Wer auf Dornbirn oder Innsbruck tippt, wird nicht ganz falsch liegen.

Vergangene Woche kürte die Liga den 22 jährigen KAC-Stürmer Daniel Obersteiner, ein Eigengewächs der Klagenfurter, zum Young Star der Saison. Gefolgt von den Salzburger „Jungbullen“ Lukas Schreier (20) und Paul Huber (19). Aber in Wahrheit erschwert man es diesen jungen Österreichern nach einer Saison, in der die U 20 bei der WM in Minsk den Aufstieg in die Elite Division schaffte, noch mehr als bisher in der Liga zum Zug zu kommen. Nach der neuen Variante hätten die Legionäre in der  aktuellen Punkteregelung 46 statt wie bisher 44. Unfassbar. Normal müsste  Verbandspräsident Gernot Mittendorfer  dagegen energisch seine Stimme erheben.

Auch bei einem Klub geschehen intern Dinge, die man nicht nachvollziehen kann. Wie der Machtkampf bei den Black Wings Linz, bei denen Präsident Peter Freunschlag im Alleingang die Ära von Langzeit-Manager Christian Perthaler nach dem Abbruch der Saison beendete. Dagegen will sich der Ex-Teamspieler juristisch wehren. Wegen des Freunschlag-Machtworts erklärten die Vizepräsidenten Karl Egger, Peter Zauner und Peter Matausch, alle auch Sponsoren, ihren Rückzug. Sollen Hauptsponsor Liwest auf ihrer Seite haben. Als Nachfolger von Perthaler präsentierte Freunschlag den 40 jährigen gebürtigen Kapfenberger Ex-Teamstürmer Gregor Baumgartner, der 2012 zur Meistermannschaft der Linzer gehörte. So wie sieben Jahre zuvor bei den Vienna Capitals.

Baumgartner bekam von Freunschlag die Suche nach einem neuen Trainer als erste Aufgabe mit auf den Weg. Auch eine Aktion, die nicht fair wirkt, keinen guten Eindruck hinterlässt: Der Vertrag mit Tom Rowe hätte sich beim Aufstieg ins Play-Off-Semifinale automatisch verlängert. Die Linzer führten in der Viertelfinalserie gegen Titelverteidiger KAC vor dem Abbruch der Saison bereits 3:0. Ganz zu den Linzer Chaostagen passt Baumgartners Erklärung, er wäre zwar bereit zu helfen, aber fixiert sei mit Freunschlag noch gar nichts. Dabei sollen sie gemeinsam in einer Hobbymannschaft spielen.

Foto: EBEL Liga.

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