Fußball

Lindner begann mit Supersensation: „Jeder war ein Mentalitätsmonster“

Österreichs Teamtorhüter Heinz Lindner meldete sich zurück. Gleich mit einer Supersensation:  Mittwoch trainierte der 28jährige erstmals beim Letzten der zweiten deutschen Liga, Wehen Wiesbaden, zwei Tage später gelang zum Debüt auswärts gegen Tabellenführer VfB Stuttgart eine Supersensation. Wiesbaden gewann mit nur 23,5 Prozent Ballbesitz vor 49.627 Zuschauern in der Höhle des Löwen sensationell 2:1 (2:1), fügte den Schwaben mit etwas Glück ihre erste Saisonniederlage zu. Eine Überraschung, die dem Außenseiter vor dem Match keiner zugetraut hätte. Besser hätte der Einstand von Lindner gar nicht ausfallen können.

Nach drei Minuten schockte der Letzte Stuttgart mit der Führung. Acht Minuten später der Ausgleich, nach 18 Minuten wieder die Führung von Wiesbaden. Und die hielt mit viel Glück bis zur 96. Minute. Viel Glück vor allem in Form von vier Stangen-und Lattenschüssen der Verlierer bei ihren 30 Torschüssen. Die Sieger kamen nur auf sechs. Ab der 77. Minute verteidigte Wiesbaden mit nur noch zehn Mann die Sensation mit allem, was ging. Ein Wahnsinn die 90. Minute: Zunächst traf Stuttgart die Stange, dann retten in der gleichen Aktion bei zwei Schüssen Wiesbadens Verteidiger mirakulös auf der Linie.

Sicher ein Grund für Wiesbadens Sensation war auch die Tatsache, dass Lindner der bessere Tormann war als der Schweizer Gregor Kobel bei Stuttgart. Die herausragende Rettungstat Lindners gelang ihm in der 55.Minute: Kopfballaufsetzer von Stuttgarts Ex-Teamstürmer Mario Gomez aus fünf Metern Entfernung ins Eck, aber Lindner erwischte im Stile eines Handballtormanns mit dem Fuß irgendwie noch den Ball, verhinderte das 2:2. Auch bei einem Gomez-Schuss nah 85 Minuten gelang ihm dies mit dem Fuß. Klar, dass er nachher jubelnd feststellte: „Ich bin überglücklich! Jeder von uns war ein Mentalitätsmonster, jeder hat sich in die Schüsse geworfen. Wir können stolz sein, ich bin froh, Teil dieser Mannschaft zu sein.“ In den ersten acht Runden hatte Wehen Wiesbaden von den drei Auswärtsspielen zwei verloren, ein Unentschieden geschafft. In Stuttgart den zweiten Saisonsieg zu schaffen, das kam wie aus heiterem Himmel.

Foto: Wehen Wiesbaden.

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