Fußball

Warum Mateschitz auch auf Salzburg stolz ist!

Oft gibt Red Bull-Chef Didi Mateschitz nicht Interviews. Aber wenn, dann bleiben die in Erinnerung. Wenige Tage vor dem Saisonstart von Meister Salzburg redete er wieder. Und zwar in der deutschen SportBild. Und gab zu extreme Freude zu empfinden.  Nicht nur wegen des Erfolgs mit Leipzig, sondern auch wegen RB Salzburg: Viertes Double, in der dritten Runde zur Qualifikation für die Champions League und der Youth League-Sieg der U19, der ihn sogar extrem happy mache: „Das zeigt, dass unsere Philosophie aufgeht.“ Nur gut, dass er erst jetzt so redete. Zwei Monate früher und vielleicht hätte dies ein ganz strenger Regelwächter in der UEFA dazu verwendet, nicht zu erlauben, RB Leipzig und Salzburg an der Champions League teilnehmen zu lassen. Die Frage, ob er dann in der ihm eigenen Konsequenz beide Vereine zurückgezogen hätte, beantwortete Mateschitz nicht.

Ganz auf Jugendarbeit setzen, eigene Talente fördern, ihnen optimale Trainingsbedingungen bieten und einen extrem attraktiven Fußball spielen zu lassen, mit dem sich die Fans identifizieren können, nämlich offensiv und schnell nach vorne, das ist der Red Bull-Weg, zu dem Mateschitz sagte: „Stehe immer zu deinen Werten. Wir wollen Spieler, die nicht nur talentiert sind, sondern auch menschliche Werte verinnerlichen. Wir wollen nicht nur Spieler besser machen, sondern auch Trainer. Wir coachen deshalb sogar die Coaches“. Und wenn Spieler nicht mitziehen, dann kommt´s zur Trennung. Das letzte Beispiel gab´s Donnerstag: Der 19jährige Schweizer Dimitri Oberlin, der sich laut Salzburgs Sportchef Christoph Freund zuletzt nicht korrekt verhielt, durfte zum FC Basel. Zunächst für eine Saison auf Leihbasis, aber der Schweizer Meister hat auch eine Kaufoption. Basels neuer Sportchef Marco Streller bejubelte Oberlin als eines der gefragtesten Stürmertalente Europas.

Mateschitz sieht in Ralf Rangnick, früher Sprotchef  bei Salzburg und Leipzig, jetzt nur noch beim deutschen Vizemeister, als einer der besten Fußballphilosophen der Welt. Der 73jährige Steirer gestand auch das Scheitern des Projekts in New York, aus dem er gelernt habe: „Es ist nie gut, wenn man nur als Melkkuh gilt, die man melken kann. Es ist extrem wichtig, dass man durch Präsenz beweist, wie sehr man hinter einer Idee steht. Wenn ich das Ganze nur machen würde, um Dosen zu verkaufen, wäre es eigentlich kontraproduktiv. Dann würden alle Gegner von Salzburg die Finger davon lassen.“

Beim Saisonstart in Wolfsberg wird Mateschitz Samstag nicht dabei sein. Käme es anders, wäre es eine Sensation.  Das Heimspiel gegen Kroatien-Meister NK Rijeka  in der dritten Runde der Champions League-Qualifikation am Mittwoch wird  ihn sicherlich schon mehr reizen. Gegen Wolfsberg hat RB Salzburg in den letzten neun Partien nicht verloren. Heimo Pfeifenberger, den Wolfsberger Trainer mit Austria Salzburg-Vergangenheit, gelang noch kein Sieg gegen den Meister. Weder mit Wr.Neustadt noch mit Wolfsberg.

Eine Salzburger Premiere wird es in Kärnten auch geben: Erstmals gibt´s für den jüngsten Spieler des Meisters, dem „rookie of the match“ einen Dress mit dem Schriftzug eines eigenen Sponsors. Das Fruchtsaftunternehmen Rauch ist  ein jahrzehntelanger Geschäftspartner von Mateschitz. Die Firmendevise innovativ, dynamisch, frisch, passt  zur Red Bull- Philosophie. Der erste Rookie im Team von Marco Rose? Wenn Hannes Wolf von Beginn an im Angriff zum Zug kommt, dann ist es der18jährige Steirer. Ansonst der 20jährige Innenverteidiger Duje Caleta-Car, um einige Monate jünger als die anderen drei 1996er, Valentino Lazaro, Diadie Samassekou und Hee-Chan Hwang. Das Trio gehört bereits zu den 21jährigen.In Sachen Lazaro haben die Transfergespräche zwischen Freund und Hertha BSC Berlin-Vorstand Michael Preetz inzwischen Fahrt aufgenommen.

 

 

 

Foto: Facebook.

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