Fast alle Trainer wichen Montag bei der Präsentation der Bundesliga zur neuen Saison (ohne Punkteteilung) auf die Frage nach den Erwartungen mit der Feststellung aus, dass der Kader noch nicht fertig ist. Auch der LASK, der mit Sasa Kalajdzic seinen Topspieler aus dem Frühjahr verlor, ist noch auf der Suche nach einem Neuen, der helfen kann, wie Didi Kühbauer meinte. Aber wer kann das sein? Man hört vom 27-jährigen Mittelfeldspieler Robert Ljubicic, den Kühbauer schon zweimal trainiert. Zuerst bei St. Pölten, dann bei Rapid. Von Hütteldorf wechselte der jüngere Bruder des Schalke-Legionärs zu Dinamo Zagreb, wurde zweimal Meister. Nicht so gut lief es letzte Saison bei AEK Athen. Beim neuen Meister kam er nur auf 15 Einsätze. Im Winter war er schon beim LASK ein Thema, damals bekam er keine Freigabe. Jetzt ist ein Leihvertrag im Gespräch.
Markus Schopp erklärte, Hartberg habe mit Luka Maric einen Tormann mit Potenzial zur Nummer eins im Kader. Ließ aber zugleich durchblicken, dass noch ein neuer kommen wird. Wahrscheinlich ein ungarischer Teamkeeper aus der U 21 des FC Liverpool: Der 21-jährige, 1,90 Meter große Armin Pecsi, der vergangene Saison um 1,9 Millionen Euro von der Puskas Academy geholt wurde, bisher in der Premier League 2 spielte. Im Juni feierte er sein Debüt im ungarischen Team. Der in Niederösterreich (Hainburg) geborene Pecsi soll in der Steiermark regelmäßig Spielpraxis bekommen. Ein interessanter „Ersatz“ für den Tormann der Saison, den nach Frankreich zu Stade Reims gewechselten Ritzy Hülsmann.
Zur gleichen Zeit, als Trainer Ferdinand Feldhofer in Wien über den Umbruch des GAK redete, meldeten die Grazer das Engagement eines neuen defensiven Mittelfeldspielers. Der 22-jährige Israeli Liam Hermesh unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Ausgebildet wurde er im Nachwuchs des Spitzenklubs Maccabi Haifa, bei dem er sechsmal in der europäischen Youth League zum Einsatz kam, in der ersten Liga zehnmal. Im Herbst 2025 übersiedelte er zum moldauischen Spitzenklub Sheriff Tiraspol, wurde Cupsieger, erzielte im Finale einen Treffer. Sportdirektor Tino Wawra: „Er ist laufstark, arbeitet fleißig gegen den Ball. Genau diese Stabilität wollten wir im Zentrum haben. Mit 22 hat er noch viel Entwicklung vor sich!
Foto: Yigit Oerme.