Fußball

Wie bei Austria: Fink redet auch in Zürich Niederlagen schön! Kommt Holzhauser?

Die Pause für Thorsten Fink nach der Vertragsauflösung bei der Wiener Austria Ende Februar dauerte nur zwei Monate. Ende April übernahm er den auch von internen Querelen geplagten Schweizer Traditionsklub Grasshoppers Zürich, um ihn wieder in ruhigere Gewässer zu führen. Aber die Bilanz der drei Spiele mit ihm auf der Trainerbank zeigt  keinen Aufwärtstrend: Zum Start auswärts 1:0 gegen Schlusslicht Lausanne und damit die größten Ängste, dass die Grasshoppers erstmals nach 69 Jahren in die Zweitklassigkeit müssen, beseitigt. Dann aber 1:2 in Thun auf Kunstrasen und bei seiner Heimpremiere am Letzigrund 0:2 gegen den Vorletzten Sion, an dem Österreichs Teamtorhüter Heinz Lindner komplett schuldlos war, bei dem Marco Djuricin, der Sohn des Rapid-Trainers, wegen einer Gelbsperre fehle

Und wenn man via Videos hörte, wie Fink diese Pleite, bei der die „Hoppers“ ziemlich plnalos wirkten, schön redete, der fühlte sich an seine Endzeiten bei Austria im Februar erinnert. Mit der Einstellung zufrieden, auch mit dem Herausspielen von Torchancen, aber nicht mit dem Ergebnis: „Wir hätten die Tore machen müssen, waren zu wenig brutal im Strafraum.“ Das konstatierte Fink öfters auch in seiner violetten Ära. In der brenzligen Situation der Grasshoppers sei zuviel Zaubern nicht angesagt: „Das ist jetzt nicht der Fußball von Thorsten Fink. Wir werden die Saison zu Ende bringen und dann an einer Mannschaft basteln, die nach meinen Vorstellungen spielt.“ Wie man aus Zürich hört, fällt bei den Bastelarbeiten auch der Name eines ehemaligen Schützlings bei Austria, der bei ihm ein hohes Standing hatte: Raphael Holzhauser. Dessen Trennung von Austria ist seit einer Woche endgültig, er könnte ablösefrei nach Zürich übersiedeln und es sich dort finanziell verbessern. Ob es sportlich der große Fortschritt wäre, bleibt einmal dahingestellt.

Die Situation entschärfte sich für Fink und  Grasshoppers am Feiertag, da Lugano daheim ohne den gesperrten Marc Janko mit einem 2:0 gegen Lausanne den Klassenerhalt sicherte. Also hat Grasshoppers zwei Runden vor Schluss sechs Punkte mehr als der Letzte Lausanne. Wird also reichen. Die letzten zwei Gegner: Auswärts der Dritte Luzern und daheim Meister Young Boys Bern, der beim entthronten Titelverteidiger FC Basel mit 1:5 unterging, bei der höchsten Saisonniederelage auch die bisher schlechteste Leistung zeigte. Sehr zum Ärger seines Trainers Adi Hütter. Denn damit können die Young Boys nicht mehr den angepeilten Punkterekord schaffen. Alle Konzentration gilt dem Pokalfinale am 27, Mai im Stade de Suisse gegen den FC Zürich und der Chance auf das Double.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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