Fußball

Wimmer bringt als „Wolf“ Geld für Violett! Schalke bejubelt „Ösi-Star“

Kurz nach 15 Uhr machte die Bundesliag in Wien die vorläufige Lizenzverweigerung für die Wiener Austria offiziell. Es war Zufall, dass nicht einmal eine Stunde später im Norden Deutschlands ein Ex-Austrianer als neuer „Wolf“ präsentiert wurde: Patrick Wimmer, im letzten Sommer wegen der finanziellen Not um 700.000 Euro zu billig in die deutsche Bundesliga an Aufsteiger Arminia Bielefeld verkauft, wechselt im Sommer zum VW-Werksklub Vfl Wolfsburg. Der nahm den 20 jährigen gleich für fünf Jahre unter Vertrag. Sportchef Marcel Schäfer überschüttete den Flügelspieler bei der Präsentation (Bild oben) mit Lob: Er spiele mit Wucht, Dynamik und Tempo, präsentiere sich unbekümmert, habe Übersicht, sehe auch besser postierte Mitspieler. Mit drei Toren und acht Assist bester Scorer des Drittletzten zu sein, bedeutet uch eine Empfehlung. Wimmer spielt Sonntag mit Bielefeld gegen Bayern München. Derzeit steht die Arminia am Rekegationsplatz. Gelingt der Klassenerhalt kostet Wimmer sieben Millionen Euro Ablöse, beim Abstieg zwei weniger.

Wimmer konnte wegen einer Ausstiegsklausel das Angebot aus Wolfsburg annehmen. Adi Hütter hätte Wimmer gerne zu Borussia Mönchengladbach geholt, aber Wolfsburg zahlt besser. Seit vielen Jahren. Als neuer Wolf müsste Wimmer der Austria nochmals Geld bringen. Durch die Beteiligung am Weiterverkauf, die normal bei Transfers ausgehandelt wird. Die müsste bei Wimmer eine sechsstellige Summe ausmachen. Die wird zwar nicht die Lizenz sichern, aber doch helfen. Dass bei Austria darauf vergessen wurde, eine diesbezügliche Klausel bei der Freigabe Wimmers aus einem laufenden Vertrag abzuschließen, darf und kann nicht sein.

Schon um zehn Uhr Vormittag präsentierte Schalke 04, der Tabellenführer der zweiten Liga, einen anderen österreichischen U21-Teamspieler als Neuzugang. Rapids rekonvaleszenten Innenverteidiger Leo Greiml kostet anders als Wimmer keine Ablöse, unterschrieb  „nur“ für drei Jahre. Sportchef Rouven Schröder bezeichnete ihn als einen der talentierten und besten Spieler seines Jahrgangs in Österreich. Damit sagte er die Wahrheit. „Bild“ ernannte Greiml sofort zum „Ösi-Star“. Etwas übertrieben, in die Rolle muss er als wachsen. Greiml wechselt ligaunabhängig, wie Schalke betonte, von Wien in den Kohlenpott. Also auch, wenn Schalke nicht die Rückkehr in die Bundesliga schafft. Schröder beschäftigt sich aber schon mit der komplizierten Mission Klassenerhalt. Greiml ist ein Teil davon. Viele Spieler aus der aktuellen Mannschaft aber nicht. Nur vier wären gesetzt. Zu denen zählt nicht einmal Top-Torjäger Simon Terrode. Weil er zwar in der zweiten Liga für Rekorde sorgte, aber in der Bundeslga bisher überall nur Mitlöufer war. Könnte durchaus sein, dass Greiml in der Bundesliga der einzige Österreicher bei Schalke sein würde. Verteidiger Reinhold Ranftl hat sicher keine Zukunft, Tormann Martin Fraisl wäre für Schröder keine erstklassige Nummer eins.

Foto: Vfl Wolfsburg, Twitter @s04.

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