Es gab zwar Kritik von Trainer Peter Stöger nach dem knappen 2:1-Cupsieg beim Regionalligaklub Oberwart – aber Rapid hat in dieser Hinsicht große Vorbilder: Auch das 3:2 von Bayern München im Pokal gegen Drittligist Wehen Wiesbaden war keine Glanznummer. Die Begleitmusik zu sechs Runden ohne Niederlage, Qualifikation für die Ligaphase der Conference League und Achtelfinale des Uniqa-Cups ist ein grün-weißer Meilenstein: Erstmals in der 126 jährigen Klubgeschichte mehr als 25.000 Mitglieder, genau 25. 132. Erst vor 16 Monaten, im Mai 2024, jubelte die Rapid-Führungsetage über die Steigerung auf erstmals mehr als 20.000 Mitglieder. In dem kurzen Zeitraum gab es eine Steigerung von 24,94 Prozent. Und die Tendenz ist steigend. Für österreichische Verhältnisse ist das beachtlich. Die „Belohnung“ für die Mitglieder: Jedes bekommt beim Heimspiel gegen den LASK am 19. Oktober ein Ticket mit einem Sonderrabatt von 25 Prozent.
Ehrenpräsident Rudi Edlinger übergab im November 2013 sein Amt mit dem damaligen Rekordstand von 7400 Mitgliedern. Danach ging es in der Ära von Michael Krammer rasant bergauf: Bei der Eröffnung des neuen Allianz-Stadion im Juli 2016 wurde die 15.000er-Marke übertroffen. Knapp vier Jahre später, im März 2020, konnte sich der damalige Präsident Martin Bruckner knapp vor Beginn des ersten Corona-Lockdowns über den Rekordstand von 16.804 Mitgliedern freuen. Danach gab es einen leichten Rückgang, das neue Präsidium mit Alexander Wrabetz und Steffen Hofmann übernahm am 25. November 2022 mit 16.700 Mitgliedern. Ein halbes Jahr später waren es bereits über 18.000. Die Steigerung seit der letzten Hauptversammlung beträgt 50,9 Prozent. Das kann sich sehen lassen. Fast 1700 Grün-Weiße entscheiden sich bereit für die lebenslange Mitgliedschaft, die auf 1899 Personen begrenzt ist. 1899 ist ds Gründjahr des Rekordmeisteers: „Rapid ist mehr als ein Klub, sondern eine Lebeneinstellung“, freute sich Präsident Wrabetz über die beachtliche Steigerung.
Die wird weitergehen, sollte die sportliche Tendenz weiter nach oben zeigen. Sonntag gastiert der Tabellenführer in Graz beim Letzten GAK mit Ex-Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer, danach folgen die wohl größte Herausforderug in dieser Saison vor der nächsten Länderspielpause: innerhalb von acht Tagen Wiener Derby gegen die Austria in Hütteldorf, erstes Spiel in der Conference League beim polnischen Meister Lech Posen, danach Spitzenspiel der Bundesliga bei Red Bull Salzburg. Tage der grün-weißen Wahrheit.
Foto: SK Rapid/Widner.