Fußball

1:1 ist ein Sieg für „sehr stolzen“ Hasenhüttl!

Kein Sieg im Duell der zwei jüngsten Mannschaften der Premier League. Tabellenführer Arsenal ging vor 32.000 Zuschauern im St. Marys von Southampton durch seinen Schweizer Kapitän Granit Xhaka schon nach elf Minuten in Führung, aber nach 65 fiel au einer K.o-Produktion eines schottischen und norwegischen Teamspieler durch Stuart Armstrong (Bild oben) nach Pass von Mo Eyounoussi der Ausgleich. Dabei blieb es. Das 1:1 ist für Southamptons angeblich angezählten Trainer Ralph Hasenhüttl praktisch ein Sieg. Southampton ist erst die zweite Mannschaft in elf Runden, gegen die Arsenal nicht gewann. Daher war der 55 jährgie Grazer „very proud“, sprach von einem „really goob job“, von einer richtig guten Arbeit, die seine Mannschaft erledigte: „Sie hat all das gebracht, was wir verlangt haben!“

Der Sky.Kommentator prophezeite in den Minuten nach Arsenals Treffer Hasenhüttls baldiges Ende.  Laut seinen in England eingeholten Informationen stünde das für Klubbesitzer Dragan Solak schon fest, werde in der Zeit rund um die Weltmeisterschaft zwischen Ende November und Mitte Dezember passieren. Weil sich die Spieler über die wenig kommunikative Art des dünnhäutig gewordenen Hasenhüttl bei der Chefetage beschwert hätten, die Fans mit der wenig attraktiven Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiere, gar nicht mehr einverstanden wären. Als Arsenal führte, rechnete der Kommentator anhand der Zwischenstände aus den anderen Stadien vor, dass Southampton wieder auf den Abstiegsrängen liege. Wie vor dem 1:0-Sieg in Bournemouth am Mittwoch. Bei 1:1 sah die Welt aber wieder anders aus: Southampton auf Platz 15, drei Punkte vor den Abstiegsrängen. Auf denen Leeds mit Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch (daheim 2:3 gegen Aufsteiger Fulham), Wolverhampton und Nottingham liegen.

Noch schlechter als dem Tabellenführer in England erging es dem in Deutschland. Union Berlin verlor in Bochum 1:2 (0:1). Eine Niederlage des Ersten beim Letzten passierte in der Bundesliga zuletzt vor sechs Jahren, am 10. Dezember 2016. Damals verlor RB Leipzig mit Hasenhüttl auf der Trainerbank bei seinem Ex-Klub Ingolstadt 0:1. Union erzielte sein Tor erst in der 92. Minute, vergab bei 0:2 einen Elfmeter. Unions österreichischer Kapitän Cristopher Trimmel wurde kurz vor Bochums zweitem Treffer ausgetauscht: „Solche Tage gibt´s, wird es auch in Zukunft wieder geben“, behauptete er. Trimmels Landsmann Kevin Stöger zählte zu Bochums Stützen. Mit dem zweiten Sieg unter Ex-Austria-Trainer Thomas Letsch geang es die rote Laterne an den „Ruhrpott-Nachbarn“ Schalke (1:2 in Berlin gegen Hertha) abzugeben. Der Vorsprung von Union auf Bayern beträgt nur noch einen Punkt. Nächsten Samstag empfängt Bayern Mainz, einen Tag später Union Borussia Mönchengladbach.

Foto: FC Southampton.

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