Fußball

Auf Alabas Superfreistoss folgte Spaziergang zum fünften Titel

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Einen Tag nach Marc Janko mit Basel hat der nächste österreichische Legionär seinen Meistertitel. Wie bei Janko und Basel war es auch bei David Alaba und Bayern München keine Überraschung. Vielleicht nur, dass er schon vier Runden vor Schluss gelang. Dass der Zweite RB Leipzig auch im zweiten Saisonduell gegen den Ex-Klub seines erfolgreichen Trainers Ralph Hasenhüttl, den Vorletzten Ingolstadt, kein Tor erzielte, war nicht zu erwarten. Das 0:0 als Vorlage nützte Bayern bei Wolfsburg eine Stunde nach dem Schlusspfiff in Leipzig mit dem 6:0 (2:0) souverän.  Ein Spaziergang zum insgesamt 27. Bayern-Meistertitel,  den Alaba durch einen Superfreistoss mit links über die Mauer zur schnellen Führung nach 19 Minuten einleitete. Danach leistete der VW-Werksklub, obwohl mitten im Kampf gegen den Abstieg, keinen Widerstand mehr, zerfiel in alle Bestandteile. Die Meister T-Shirts hatte Bayerns Management aber parat: Rot, darauf eine weiße Hand mit fünf ausgestreckten Fingern für fünf Meistertitel hintereinander, die zuvor keiner anderen deutschen Mannschaft gelangen.  Keinen  davon konnte Bayern übrigens im eigenen Allianz-Stadion fixieren und feiern, alle auswärts.  Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge stieß auf der Tribüne mit Bier im Plastikbecher an. Wenigstens etwas zum Feiern nach Ausscheiden in Champions League und  deutschem Pokal. Präsident Uli Hoeneß, der nicht nach Wolfsburg gekommen war, stellte schon vor dem Kantersieg fest: „Auf Dauer ist nur ein Titel pro Saison nicht lustig“. Trainer Carlo Ancelotti bleibt trotz aller Kritik unbeirrt: „Ich werde so wie bisher weiter machen“.

Das wird sich auch Hasenhüttl trotz Leipzigs erstem 0:0 in dieser Saison sagen. Vor den Sky-Kamers meinte er: „Als einer, der  selbst früher  auf Ingolstadts Bank sass, weiß ich, mit welchen Mitteln man große Mannschaften bearbeiten muss.“ Dann hielt er inne, um sich zu korrigieren: „Wir sind noch keine große Mannschaft.  Vielleicht ist das  ein bisschen die Rache dafür, dass ich es auch geschafft habe, bessere Teams zu ärgern“. Ingolstadt  und Markus Suttner haben im Kampf gegen den Abstieg die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Hasenhüttl passierte im Kampf um Platz zwei nichts. Durch Hilfe seines Freunds aus gemeinsamen Austria-Zeiten, Peter Stöger: Denn der sorgte mit dem 1.FC Köln dafür, dass auch Borussia Dortmund nur zu einem 0:0 kam. Damit legt Leipzig drei Runden vor Schluss fünf Punkte vor Dortmund. Stöger, jetzt in schs Partien gegen die Borussia ungeschlagen, war mit Kölns Punkt vor 81.000 Zuschauern in Dortmund „sehr zufrieden und happy“, wie er nachher in die Mikrofone sagte. Dortmund  dominierte den Beginn, nach 20 Minuten änderte Stöger Kölns System, dann lief es besser, fand Dortmund keine Lücken. Von 23 Schüssen gingen nur vier auf das Tor des überragenden Kölner Keepers Timo Horn. Somit lebt die Hoffnung der Kölner  Fans auf Europa weiter. In den Kampf sind sieben Klubs involviert:  Hertha BSC Berlin liegt als Fünfter einen Punkt vor Werder Bremen, ein Punkt dahinter Freiburg, zwei hinter Freiburg Köln und Mönchengladbach, drei Schalke und Eintracht Frankfurt. Wird Dortmund Cupsieger, gibt´s drei Europacupplätze, siegt Frankfurt im Finale dann nur zwei.

Schlüsselspiel für Stöger ist nächsten Freitag das  Duell daheim vor 50.000 Zuschauern gegen Bremen. Werder blieb mit Zlatko Junuzovic auch im elften Spiel hintereinander ohne Niederlage. Einer wird sich beim 2:0 (2:0) übr Hertha aber zurecht geärgert werden: Trainer Alexander Nouri zeigte Florian Kainz seine Anerkennung für die zuletzt starken Leistungen, in dem er den Steirer keine Minute einsetzte. Viel ungerechter geht´s nicht mehr.

Foto: peterlinden.live.

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