Eishockey

Bader hat für WM noch vier zu viel: In Bratislava warten Superstars

Mittwoch begann in Wien das fünfte und letzte Trainingslager des Eishockeyteams. Mit 29 Spielern. 25 werden in acht Tagen zur Weltmeisterschaft nach Bratislava fahren. Also muss Teamchef Roger Bader nach dem letzten und attraktivsten Test gegen Kanada am kommenden Dienstag vier die Mitteilung machen, dass sie es nicht geschafft haben. Neu dazu kommen in Wien NHL-Legionär Michael Raffl, vier Spieler von Meister KAC, nämlich die Verteidiger Clemens Unterweger, Steven Strong und Clemens Unterweger sowie Center Thomas Hundertpfund, drei vom geschlagenen Finalisten Vienna Capitals. Das sind Tormann Bernhard Starkbaum (Bild oben), den sein Trainer Dave Cameron im Play-off links liegen ließ, Verteidiger Patrick Peter und Flügel Peter Schneider.

Nicht mehr dabei sind im letzten WM-Camp die 19jährigen Verteidiger Julian Payr und Daniel Maier, aber der 19jährige Davos-Stürmer Benjamin Baumgartner. Einer von neun Legionären, die alle Stürmer sind. Die größte Überraschung: Der 23jährige Dornbirn-Verteidiger Raphael Wolf, bis zur WM-Vorbereitung eigentlich unter der Wahrnehmungsgrenze, ist noch immer dabei. Der 1,99 Meter-Riese hat eine beachtliche „Reichweite“, die durchaus WM-tauglich sein könnte. Das Durchschnittsalter des Kaders beträgt 26,5 Jahre, die 29 Spieler brachten es zusammen auf 1374 Länderspiele, im Schnitt auf 47,3. Wolf kam bisher auf vier, Baumgartner auf sechs. Nur vier Spieler sind 30 Jahre oder älter: Starkbaum (33), Kapitän Thomas Raffl (32), Stürmer Martin Ulmer (31) und Salzburg-Center Raphael Herburger (30). Die meisten Spiele für Österreich bestritt bisher Starkbaum (107), gefolgt von Hundertpfund und Schumnig (je 104).

Bei den Torhütern hat sich Bader entschieden. Die Wahl fiel auf Starkbaum, David Kickert von den Black Wings Linz und Lukas Herzog von Red Bull Salzburg. Durch den Rost fiel David Madlener vom KAC, obwohl der  im Februar in Klagenfurt beim 2:0 über WM-Gegner Norwegen Werbung mit 26 abgewehrten Schüssen Werbung in eigener Sache machen hatte können. Auch weil bei Norwegen der Stammgoalie des neuen Meisters, Lars Haugen spielte. Im Play-off erging es Madlener fast so schlecht wie Starkbaum. Er durfte wenigstens im Viertelfinale zweimal spielen, Starkbaum nie. Und daher muss sich zeigen, ob der Routinier wieder den Nummer eins-Status von Bader bekommt. Wie in den letzten zwei Jahren beim Aufstieg in Kiew und beim Klassenerhalt in Kopenhagen. Weil sich der Teamchef da auf ihn verlassen konnte,  hielt er an Starkbaum trotz einer für ihn wenig optimalen Saison fest. Jetzt muss sich im Training zeigen, ob Starkbaum trotz fehlender Spielpraxis in eine WM-reife Verfassung kommt. Wahrscheinlich wird schon der siebente WM-Test in der Vorbereitung gegen Dänemark am Sonntag darüber Aufschluss geben. Die Nase vorne scheint derzeit Kickert zu haben: Starke Leistungen in der Euro Challenge bei den sensationellen Punktgewinnen gegen Tschechien und die Slowakei.

Haugen wird in Bratislava nicht zu Österreichs Gegner zählen, da er aus privaten Gründen absagte. Aber dort wird es noch viel prominentere, als es der KAC-Meistergoalie gewesen wäre,  geben. Speziell bei Russland. Nach derzeitigem Stand sieben Stars aus der NHL, allen voran Alexander Ovechkin, der Flügel vom entthronten Stanley Cup-Sieger Washington Capitals. 51 Tore erzielte er in dieser Saison, damit war er die Nummer eins der Schützenliste, Dreimal war Ovechkin bereits Weltmeister. Auch Evgeni Malkin, zweimal Stanley-Cup-Sieger mit Pittsburgh, und der 36jährige Altstar Ilja Kowalchuk von den Los Angeles Kings sind große Namen.  Wie auch Evegni Kusnetzow, Ovechkin-Mitspieler bei Washington. Von Tampa Bay Lightning kommen ebenfalls große Kaliber: Der 24jährige Klassegoalie Andrei Vasilevkiy und der 25jährige Stürmer Nikita Kucherov, im Grunddurchgang die Nummer eins der Scorerliste mit 128 Punkten. Schweden bietet unter den 14 NHL-Spielern, die ihre Zusage gaben, mit Henrik Lundqvist die 37ährige Tormannlegende der New York Rangers  auf. Dazu Superverteidiger Oliver Ekmann Larsson, den Kapitän der Arizona Coyotes, der Mannschaft von Michael Grabner. Die Schweiz bietet zwei Verteidiger der Nashville Predatros auf, die zusammen mehr als 1100 NHL-Spiele bestritten:  Den 28jährigen Roman Josi, bereits zweimal Vizeweltmeister, und  den 31jährigen Yannick Weber.

 

Foto: © IIHF.

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