Fußball

Das wird heftig: Laimer im Taktik-Duell gegen Neymar!

Marcel Sabitzer und Konrad Laimer (Bild oben) sind bereit für das größte Spiel in ihrer bisherigen Karriere am Dienstag Abend im Estadio da Luz mit RB Leipzig gegen Paris St. Germain. Ein Duell der deutschen Trainer im Kampf um den Aufstieg ins Finale der Königsklasse: Julian Nagelsmann gegen Thomas Tuchel. Das gab es bisher dreimal in der deutschen Bundesliga bei Hoffenheim gegen Borussia Dortmund: Zweimal gewann Tuchel, das dritte Match endete unentschieden. Nagelsmann arbeitete vor elf Jahren bei Augsburg als Scout für den U 21-Trainer Tuchel. Beide kennen sich also schon lange. Vielleicht prophezeit auch deshalb Tuchel ein Taktik-Duell. Bei dem er einen Leipzig-Kenner als Assistent an der Seite hat: Zsolt Löw, früher bei den „Bullen“ Co-Trainer von Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl. Löw arbeitete auch 2014/15 in Salzburg unter Adi Hütter, nicht immer zu dessen Freude. Weil er eine Art „Berichterstatter“ oder sogar Spion für den damaligen Doppel-Sportchef Rangnick war.

Bei diesem erwarteten Taktik-Duell wird ein Österreicher eine Schlüsselrolle haben. Nämlich Konrad Laimer in einer ähnlichen Rolle wie Donnerstag beim 2:1 gegen Atletico Madrid: Wenn Leipzig den  Ball hat, wird er der rechte Mittelfeldspieler sein, wenn Paris in Ballbesitz ist, agiert der Salzburger als Rechtsverteidiger in einer Fünferabwehr. Und damit wohl als Gegenspieler von Neymar, der meist über links kommt. Da kann sich der brasilianische Ballkünstler auf einiges gefast machen: Laimer wird garantiert nicht in Ehrfurcht vor einem großen Namen erstarren, keinesfalls zurückziehen. Das wird heftig, da können auch die Fetzen fliegen!

Bei Leipzig werden mit dem Ex-Salzburger Dayot Upamecao und Christoph Nkunku, der von Paris SG kam, zwei Franzosen beginnen, bei Frankreichs Meister mit dem Ex-Schalker Thilo Kehrer ein Deutscher. Umstellungen gegenüber dem Viertelfinale? Tuchel muss den verletzten Stammkeeper Keylor Navas vorgeben, dem Spanier Sergio Rico (zuvor FC Sevilla) vertrauen. Der gegen Atalanta gesperrt gewesene Argentinier Angel di Maria wird spielen, Kylian Mbappe nach Tuchels Ankündigungen zur Startelf gehören. Beides macht Paris SG sicher stärker. Aber Sabitzer vertraut auf den Leipzig-Stil: „Nach Ballgewinn schnell mit ein, zwei Passes vor das Tor kommen, dann ist Pars zu erwischen“. Andererseits kann Leipzig auch Ballbesitzfußball: Vor dem Führungstor gegen Atletico Madrid lief der Ball über 19 Stationen, zu denen auch Sabitzer und Laimeer gehörten.

Beide haben schon Erfahrungen mit französischen Mannschaften: Bei ihrer Champions League-Premiere im Herbst 2017 spielte Leipzig noch unter Hasenhüttl daheim gegen Monaco 1:1, gewann im Fürstentum 4:1. Als Gruppendritter machte Leipzig in der Europa League weiter, schied im Viertelfinale gegen Olympique Marseille nach einem 1:0-Heimsieg auswärts mit 2:5 aus. Der Referee von diesem Match, der Holländer Björn Kuipers, pfeift auch Dienstag. Aber das ist kein Thema für die Leipziger, die im Herbst in der Gruppenphase auf den anderen französischen Semifinalsten getroffen waren. Daheim gab es gegen Olympique Lyon ein 0:2, auswärts holten die Bullen einen 0:2-Rückstand auf, schafften ein Unentschieden. Jetzt sind sie bereit, heuer bereits zum dritten Mal Geschichte zu schreiben. Wie beim Aufstieg gegen Tottenham, mit dem Sieg gegen Atletico Madrid. Trotzdem gelten sie weiterhin als Außenseiter.


Foto: RB Leipzig.

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