Fußball

Der Anteil von Ski-Trainer Berthold am Höhenflug von Sturm Graz

Statt beim Weltcupslalom in Flachau an der Piste zu stehen wird Mathias Berthold, einer der erfolgreichsten Ski-Trainer der jüngeren Geschichte, der in Österreich, Deutschland und den USA mit den Topstars arbeitete, am Sonntag in der Lavanttal-Arena von Wolfsberg sein. Und beobachten, ob dort Sturm Graz im Nachtragsspiel der Sprung an die Tabellenspitze gelingt, sich die Jubelszenen der letzten Runden (Bild oben) wiederholen. Seit August hat der 55 jährige Vorarlberger den Job eines Mentaltrainers bei Sturm Graz. Eine Initiative von Sportchef Andreas Schicker, die damals für Schlagzeilen sorgte, aber danach ganz still verlief. Aber  erfolgreich. Anders als bei der ersten Station von Berthold im Fussball, beim deutschen Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Dort lief es nach fünf Monaten nicht mehr nach Plan, als Damir Canadi, der hinter Bertholds Engagement stand, Jens Keller weichen musste.  In Graz passt die Kommunikation zwischen Schicker, Trainer Christian Ilzer und Berthold: „Er gehört zu unserem Aufschwung dazu, hat sicher seinen Anteil!“, versichert Schicker.

Berthold war auch in den letzten Tagen beim gelungenen Trainingslager im kroatischen Umag dabei. Beobachtete alles, führt dann sowohl mit jüngeren als auch erfahrenen Spielern Einzelgespräche. Mitunter redet er auch vor dem kompletten Kader. Das Ziel dabei: Die Spieler besser zu machen, in den man ihnen aufzeigt, wie man mit Drucksituationen umgeht, wie man Misserfolge wegstecken kann. Der Nachtrag in Wolfsberg bedeutet sicher eine Drucksituation. Denn Tabellenführer waren die Grazer schon einige Zeit nicht. Seit Dezember 2017 nach 20 Runden. Aber auch jetzt nach zwölf Runden hätte das schon etwas zu sagen. Für Wolfsbergs Trainer Ferdinand Feldhofer war sein Ex-Klub Sturm auf jeden Fall die Mannschaft der Herbstsaison.

„Er sorgt mit seinen interessanten Feedbacks auch dafür, dass wir nicht betriebsblind werden“,  skizzierte Schicker Bertholds Wirken. Unter wir verstand er auch das Trainerteam, das inklusive Chef Ilzer sieben Personen umfasst, in dem jeder seine Aufgabe genau weiß. Berthold wird sozusagen noch als „externer Mitarbeiter“ geführt, der zwischen sieben und zehn Tagen pro Monat bei Sturm ist, bisher rund zwei Drittel der Spiele live verfolgte, um seine Schlüsse ziehen zu können. Die Anreise von Vorarlberg nach Graz ist aufwendiger als es die nach Nürnberg war: Mit dem Flugzeug nach Wien. Dort holt Ex-Sportklub-Spieler Bernd Dallos, einer von Bertholds besten Freunden, ihn ab. Nach einem Zwischenstopp in Steinbrunn bei Wr.Neustadt, wo Dallos seit Jahren Geschäftsführer des VIVA-Sportzentrums ist, geht es weiter in die Steiermark. Auch die zwei tage zwischen Kroatien-Trainingslager und Wolfsberg verbrachte Berthold in Steinbrunn.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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