Fußball

Der Austria geht´s vor dem Derby besser

Man kann es drehen und wenden,wie man will: Der Austria geht es zwei Tage vor dem ersten Wiener Derby im neuen  Hütteldorfer Allianz-Stadion besser als dem Erzrivalen Rapid. Trotz des Ausfalls von Robert Almer. Wer in der  Europa League noch ungeschlagen ist, beim Zweiten von Italiens Serie A, AS Roma im Finish ein  1:3 in ein 3:3 verwandelt, hat eine breitere Brust, als eine Mannschaft, die daheim gegen den Zehnten der italienischen Liga, Sassuolo, 1:1 spielt, dabei in einer zugegeben starken ersten Hälfte Chancen auf vier Tore liegen läßt. Ob das wirklich einen  Schritt in die richtige Richtung bedeutete?

Violett  hat  die besseren Chancen, die Gruppenphase der Europa League zu überstehen, als Grün-Weiß: Austria hat in den drei ausstehenden drei Partien zweimal Heimvorteil (gegen Roma und Astra Giurgiu), Rapid nur noch gegen Bilbao nach den Auswärtspartien bei Sassuolo und dem derzeitigen Tabellenführer Genk. Violett liegt auch in der heimischen Meisterschaft im Wiener Duell zwei Punkte vorne. Also ist der Druck am Sonntag mehr bei Rapid. Trotz des Aufwärtstrends  vom Donnerstag mit sensationeller Unterstützung vom Block West. Angefangen von der Choreographie zu Beginn bis zur letzten Sekunde. Sassuolos Trainer Eusebio di Francesco schwärmte, so eine Superstimmung noch nie erlebt zu haben.  Die volle Unterstützung wird´s auch im Derby geben. Aber wenn dann nicht der erste Sieg  nach fünf Partien folgt, da könnte die Hütte brennen, wie man es so salopp formuliert.

Bei Rapid brachte  die interessante Idee von Trainer Mike Büskens mit Thomas Murg in zentralen Offensivrolle hinter Joelinton zwar gute Ansätze, aber nichts Effizientes. Kollege Thorsten Fink gelang in Rom der Goldgriff , Austrias größtes Juwel, den 19jährigen Dominik Prokop, im Finish von der Bank zu holen, zu seinem Debüt in der  Europa League zu verhelfen: Der Kreativspieler bedankte sich für seinen 12 Minuten-Einsatz bereits nach vier mit einem ersten Europacuptor für Violett. Die Austria konnte im Finish zusetzen. Bei Rapid wirkten einige gar nicht mehr frisch – schon bevor durch Schößwendters Ausfall mit zehn zum Rückzugsgefecht geblasen wurde. Dass es bei Meister Salzburg in der Europa League noch schlechter aussieht in der Puntejagd nicht viel besser, mag zwar für manche im grünweißen Umfeld ein Trost sein, hilft aber in Wahrheit keinen Millimeter weiter, verbessert die eigene Lage nicht.

Stellt sich bei Austria nur die Frage, wie Almers ehrgeiziger Ersatz zwischen den Pfosten, der 20jährige Osman Hadzikic, mit seinem ersten Derby in Hütteldorf umgehen wird. Er verlor  bisher schon zwei, jeweils mit drei Toren Differenz: Am 17. Mai 2015 1:4 im Happel-Stadion, am 14. Februar 2016 0:3 in Favoriten. Rapids Personalfragen  drehen sich auch um das Abwehrzentrum:  Bei Schößwendter zeichnet sich der Ausfall ab. Falls  Dibons muskuläre Probleme keinen Einsatz zulassen sollten, kommt es schneller als erwartet zur Rückkehr von  Routinier Mario Sonnleitner.

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