Fußball

Der Fünfmillionen-Haken bei Lazaro ist weg, aber der Teufel liegt im Detail: Salzburg verdient Millionen mit

Finanzielle Jubeltage für Hertha BSC Berlin: Der 42jährige Unternehmer Lars Windhorst kaufte für 125 Millionen Euro vorerst 37,5 Prozent der Anteile am Bundesligaklub aus der deutschen Hauptstadt, nächstes Jahr nochmals 100 weitere 12,4 Prozent. Und dazu winkt noch der Rekordtransfer der Klubgeschichte: 22 Millionen für den vor drei Jahren um 6,5 Millionen von Red Bull Salzburg geholten Valentino Lazaro von Inter Mailand. Mit Bonuszahlungen könnten es sogar 25 Millionen werden. Damit geht der Millionenregen auch für Österreichs Meister weiter. Wie in Berlin kolportiert wird, gehen vier der 22 Millionen nach Salzburg weiter. Dort beobachtet man auch die Entwicklung um Martin Hinteregger genau, wenn Augsburg ihn nicht an Eintracht Frankfurt, sondern nach England verkauft, wird´s für Salzburg noch lukrativer.

Mittwoch sah es noch nicht so positiv aus. Da gab es noch einen Fünfmillionen-Haken zwischen Inters Angebot und Herthas Forderung. Inter wollte nur 18 Millionen bar zahlen, ansonst nichts besonders gefragte Spieler als Draufgabe nach Berlin schicken. Wie Rigoberto Rivas,einen  Teamdebütanen aus Honduras, den Inter an Drittdivisionär Ternana verliehen hatte. Mittwoch war Hagmayr in Berlin, hörte von Herthas Manager Michael Preetz wieder einmal, dass es Hertha finanziell nicht nötig habe, den 23jährigen Grazer abzugeben. Aber irgendwie dürfte es Hagmayr doch gelungen sein, den Knoten zwischen Hertha und Inters Entscheidungsträgern, Vorstandschef Giuseppe Marotta (zuvor acht Jahre bei Juventus) und Sportchef Piero Ausilio zu zerschlagen. Donnerstag schwitzte Hagmayr in seinem Linzer Büro, prüfte Verträge, ließ sich noch nicht gratulieren: „Der Teufel liegt im Detail!“

Der zweitteuerste Transfer eines Österreichers nach dem 28 Millionen-Wechsel von Marko Arnautovic vor zwei Jahren von Stoke zu West Ham, wird Anfang nächster Woche offiziell. Arnautovic war damals 28, Lazaro ist erst 23, hat noch einiges vor sich. Auf jeden Fall ist es für Hagmayr sein bisher größter Deal.  Inter Mailand gehört seit 2016 dem chinesischen Konzern Suning, Präsident ist der erst 28jähige Steven Zhang, der Sohn des Konzerngründers, Vizepräsident  mit Javier Zanetti ein ehemaliger Inter-Spieler. Letzte Saison qualifizierte sich Inter acht Jahre nach dem Triple unter Jose Mourinho erstmals seit sechs Jahren wieder für die Champions League, schaffte aber nicht den Aufstieg in die k.o.-Phase. Spielte in der Europa League weiter, eliminierte Rapid, schied gegen Adi Hütters Eintracht Frankfurt aber aus.

Marotta holte den aus Juventus-Zeiten gut bekannten Antonio Conte als Trainer, um Inter wieder zum ernsthaften Juventus-Rivalen zu machen. So aufrüsten wie Inter gerne möchte geht auf Grund von Finanzauflagen der UEFA nicht. Aber dennoch las man in Italiens diversen Sportgazetten viele prominente und sehr teure Namen: Romelo Lukaku, Sturmtank von Manchester United, Bosniens Teamkapitän Edin Dzeko von AS Roma, Kroatiens Vizeweltmeister Ante Rebic vom Hütter-Klub Frankfurt, der bei Bayern nicht mehr sonderlich gefragte Innenverteidiger Jerome Boateng und Tottenhams dänischer Mittelfeldstar Christian Eriksen galten als Kandidaten. Am realistischsten scheint der Wechsel von Dzeko zu sein und der von Nicolas Pepe, einem 24jährigen afrikanischen Stürmer von Frankreichs Vizemeister Lille.  Sein Marktwert steht auf 65 Millionen, um 48 Millionen höher als der von Lazaro.

Foto: Hertha BSC Media .

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