Fußball

Der LASK muss in Antwerpen besser als Tottenham sein

Drei Tore in zwei Spielen reichten dem belgischen Cupsieger Royal Antwerpen zu sechs Punkten und Platz eins. Zwei beim 2:1-Auswärtssieg über Bulgariens Serienmeister Ludogorets Rasgrad, eines zum überraschenden 1:0 über Tottenham. Beide Male erzielte der 34 jährige Israeli Lior Refaelov das Siegestor. Darum steht der LASK Donnerstag beim Tabellenführer seiner Gruppe in der belgischen „Diamantenmetropole“ unter Zugzwang, besser als Tottenham zu sein. Eine Niederlage können sich die Linzer nicht leisten, die würde schon sechs Punkte Rückstand auf den Fünften der belgischen Eerste Klasse A bedeuten. LASK-Trainer Dominik Thalhammer (Bild oben) wusste um die knifflige Aufgabe, wie er das zweite Auswärtsspiel der Linzer nach dem 0:3 bei Tottnham nannte. Antwerpen spiele ähnlich wie der LASK: „Es wird interessant, welche Idee sich durchsetzen kann!“

Drei LASK-Siege in acht Tagen gegen St. Pölten, Rasgrad und Sturm Graz sorgten dafür, dass die Linzer fest an ihre Idee glauben. Zumal Routinier James  Holland wieder einsatzfähig ist. Auch wenn Antwerpens kroatischer Trainer Ivan Leko im Kader elf Legionäre aus Frankreich, Portugal, Norwegen, Senegal, Kamerun, Ghana, dem  Kongo, Israel und Japan zur Auswahl hat. Leko  war vor zwei Jahren der Meistertrainer des FC Brügge, im Oktober 2018 gab es rund um belgischen Korruptionsskandal und manipulierte Spiele auch Vorwürfe gegen ihn. Eine Nacht musste er sogar im Gefängnis verbringen, ehe sich rasch seine Unschuld herausstellte. Nach Ende des Brügge-Vertrags trainiert Leko im Herbst 2019 Al Ain in den Arabischen Emiraten, ehe er vor sechs Monaten Antwerpen übernahm. In seinem ersten Match seiner Ära gewann Antwerpen seinen ersten Titel nach 28 Jahren. Antwerpen besiegte beim Re-Start nach der Corona-Pause im Cupfinale Lekos Ex-Klub FC Brügge 1:0. Der Siegestorschütze hieß wie nunmehr zweimal in der Europa League Refaelov.

Der 34 jährige Dieurmerci Mbokani, der in Laufe seiner Karriere auch bei Dynamo Kiew, Hull, Norwich, Anderlecht, Monaco und Wolfsburg spielte, war letzte Saison belgischer Schützenkönig. Heuer läuft es nicht so gut. Antwerpen hat keinen, der bisher so oft traf wie Österreichs Neo-Teamspieler Raphael Holzhauser beim Lokalrivalen, bei Aufsteiger Beerschot. Holzhauser kam auf acht Tore und zwei Assists, ist damit Zweiter der  Schützenliste, Mbokani als bester Schütze Antwerpens nur auf Rang 13. Er traf bisher nur viermal. Vielleicht mit ein Grund, das Antwerpen einen Punkt weniger als Lokalrivale Beerschot hat. Letzten Sonntag verlor Antwerpen bereits gegen einen Österreicher, gegen Peter Zulj,  beim 0:1 gegen Anderlecht in Brüssel.

Thalhammer wäre auch mit einem Remis zufrieden, weil dann der LASK mit einem Sieg auf der Gugl die Belgier in drei Wochen einholen könnte. Eine Premiere bringt das Match in Antwerpen: Die von Österreichs Ex-Teamverteidiger Florian Klein als Co-Kommentator beim TV-Sender Puls 4, der das Match live überträgt. Klein spielte bis 2009 beim LASK, ehe bei Austria, Red Bull Salzburg, VfB Stuttgart und nochmals Austria vier weitere Kapitel seiner Karriere folgten. Klein ist ein Jahr jünger als Mbokani, aber seit  Juli vereinslos.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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