Fußball

Dundalk darf für Rapid kein Problem sein: Fountas spielt erst beim Duell um Platz eins

Drei Tore nach dem fürchterlichen Terroranschlag muss in Wien wieder Fußball gespielt. Die Champions und Europa League nimmt auf Staatstrauer keine Rücksicht. Aber wie Dienstag Abend bei Red Bull Salzburg gegen Bayern München werden auch Donnerstag Abend bei Rapid gegen Dundalk Zeichen gesetzt: Vor dem Anpfiff eine Trauerminute, Rapid tritt mit Trauerflor an, vor dem Allianz-Staion hängt eine schwarze Fahne, vor der Fantribüne ein Transparent der Ultras: „In Gedenken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Einer für alle, alle für  Wien!“

Trotzdem muss Rapids Mannschaft alles ausschalten, sich auf den ersten Sieg in dieser Europa League konzentrieren. Dafür ist Dundalk, der 14fache irische Meister, der zwischen 2014 bis 2019 nur 2017 nicht den Titel holte, sozusagen der ideale Gegner. Wie Altach letzten Sonntag in der Bundesliga einer war, um die 0:1-Enttäuschung von Molde  zu vergessen. Es spricht nichts dagegen, dass Rapid Donnerstag ähnlich jubeln können wird wie letzten Sonntag Marcel Ritzmaier und Ercan Kara (Bild oben). Dundalk liegt auf Platz der irischen Liga, hat mit zwei Spielen mehr 15 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Shamrock Rovers, in den letzten fünf Runden keinen Sieg gefeiert. Macht inklusive  Europa League gegen Arsenal und Molde schon sieben. Beim 0:3 in London gegen Arsenal beging Dundalk laut offizieller Matchstatistik kein einziges Foul. Also muss man auch eine Woche später eine Härteschlacht nicht befürchten.

Dundalk bestreitet seine Heimspiele auf Kunstrasen, wird daher möglicherweise mit dem Hütteldorfer Rasen Probleme haben. Die Umkehr von Molde eine Woche später. Auch beim Match in Irland am 26. November muss Rapid nicht noch einmal auf Kunstrasen. Weil Dundalk nicht daheim spielt, sondern in der 80 Kilometer entfernten Hauptstadt Dublin im Stadion der Shamrock Rovers aus Rasen. Also darf Dundalk kein Problem sein, wenn Rapid noch als Gruppenzweiter in die k.o.-Runde kommen und damit auch 2021 in der Europa League spielen will. So sieht es  auch Trainer Didi Kühbauer, ohne es so klar auszusprechen.

Ihn hat Dundalk bereits beim Videostudium überrascht. Weil diese Mannschaft weit vom britischen Spielstil entfernt ist, versucht den Ball zu halten und zu kombinieren. Möglicherweise unter Einfluss des 49 jährigen  italienischen Trainers Filipo Giovagnoli, der die Mannschaft erst im August übernahm. Von Vinny Perth, der wegen des Ausscheidens in der ersten Runde der Qualifikation zur Champions League gegen Celje aus Slowenien gehen musste. Giovagnoli führte die Mannschaft über den Inter Club aus Andorra, Sheriff Tiraspol aus Moldawien und Klaksvik von den Färöer-Inseln in die Europa League. Zuvor leitete er jahrelang die Nachwuchsakademie des AC Milan in New York,  die Metropolitan Oval Academy.

Das Match ist das  erste in der grün-weißen Europacupgeschichte, das im TV live nur via DAZN zu sehen ist. Der 12,0-Außenseiter Dundalk bietet auch die Chance, sich für Sonntag, das Spitzenspiel der Bundesliga gegen Tabellenführer Salzburg aufzubauen, mit einem Erfolgserlebnis in den Kampf um Platz eins zu gehen, das der Meister mit dem Debakel gegen Bayern nicht hatte. Von Salzburg redete aber im Rapid-Umfeld noch keiner. Darauf legt Kühbauer Wert. Gegen die Iren gehört Toptalent Yusuf Demir wieder zum Kader, Taxiarchis Fountas noch nicht. Die Rückkehr des Torjägers ist erst für Sonntag geplant. Wenn es die Chance gibt, als Erster vor Salzburg in die Teampause zu gehen, den besten Start in die Bundesliga seit 1987 zu krönen.

Foto: SK Rapid/Wien Energie.

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