Fußball

Der seltsame Transfer einer Zukunftsaktie des LASK

Fast jede Transferzeit bringt ungewöhnliche Dinge mit sich. Für eines sorgte mit Sicherheit Radovan Vujanovic, der Sportchef des LASK. Die Linzer sicherten sich den 20 jährigen serbischen Mittelfeldspieler Jovan Lukic, der sechs Spiele in der U 21 seines Landes absolviert hat, trotz seiner Jugend bereits 71 für den Erstligisten Cukaricki Belgrad. Lukic (Bild oben)  muss bei drei Testpartien im LASK-Dress im Dezember gegen St. Pölten, Admira und Bayreuth mit seinem Potenzial offenbar auch Trainer Didi Kühbauer überzeugt haben. Also verpflichtete der LASK Lukic, der laut Transfermarkt derzeit einen Marktwert von 500.000 Euro hat, gab ihm einen längerfristigen Vertrag, sieht in ihm offenbar eine Zukunftsaktie, die im Wert steigen wird. Aber offenbar ist Lukic derzeit noch nicht so gut, um sich einen Platz im LASK-Mittelfeld  gegen Branko Jovicic, Peter Michorl und Peter Zulj  erkämpfen zu können. Zudem kommt mit Ivan Ljubic ein weiterer Konkurrent für Lukic von Sturm Graz zum LASK. Entweder noch im Jänner oder fix dann ablösefrei im Sommer.

Allein damit beginnt das Grübeln, ob Lukic wirklich so große Qualitäten hat wie es die Linzer behaupten, wenn ihm nicht zugetraut wird, auf Anhieb in der Bundesliga Fuß zu fassen. Daher wird er verliehen, um die nötige Spielpraxis zu bekommen, die er bei Cukaricki hatte. Das geschieht, so Vujanovic, damit sich Lukic bestmöglich entwickeln kann. Ob dafür die zweite portugiesische Liga die beste und richtige Bühne ist? Denn in die wurde Lukic bis zum Saisonende verliehen. Aber zu keinem Spitzenklub, der um den Aufstieg spielt, sondern zu einem Nachzügler. Uniao Torreense steht als Drittletzter nicht wirklich gut da. Wenn Lukic nur bei diesem Verein die nötige Spielpraxis bekommen kann, dann muss irgendetwas nicht stimmen, wirkt das irgendwie komisch. Sicher ist er der erste Spieler, den der LASK an einen portugiesischen Zweitligisten verlieh.

Die Wiener Austria sicherte sich keine Zukunftsaktie, sondern verlängerte wieder den Vertrag mit einem Innenverteidiger bis 2026. Nach Matteo Meisl auch den mit dem 24 jährigen Johannes Handl, der im Herbst wegen einer Schulterverletzung nur sieben Spiele bestritt, davon vier in der Bundesliga. Der 1,96 Meter große Steirer kam 2019 zur Austria, den Sprung zur festen Größe schaffte er bisher nicht. Sportdirektor Manuel Ortlechner sieht Handl  dennoch als oft unterschätzten Spieler, der bei Violett hohe Wertschätzung genießt.

 

Foto: LASK.

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