Fußball

Ende für Messi und Ronaldo! Mbappe auf Spuren von Pele

Drei Tage nach Weltmeister Deutschland verabschiedete sich auch Vizeweltmeister Argentinien in Kasan von der  Weltmeisterschaft. Und mit dem 3:4 (1:1) gegen Frankreich starb wohl auch der Traum des 31jährigen Lionel Messi, es Argentiniens Nationalheld Diego Maradona, der auf der Tribüne neben Brasiliens Weltmeister Ronaldo wieder seine Show, diesmal mit der 30 Jahre jüngeren Freundin Rocio Oliva abzog, gleichzutun und Weltmeister zu werden. Hingegen ging erstmals der WM-Stern des 19jährigen Kyilian Mbappe (Bild oben) auf: Er ist seit dem 18jährigen Pele bei der WM 1958 in Schweden der erste Spieler unter 20, der in einem WM-Spiel für einen Doppelpack sorgte, drei Tore erzielte. Der Jungstar, der bei Paris St. Germain Millionen verdient, ist ein edler Held: Er spendet alle seine WM-Prämien wohltätigen Zwecken. Bisher sind es 80.000 Euro. Für jeden Sieg bekommen die Franzosen 20.000 Euro, für den WM-Titel 300.000 extra.  Es könnten noch 360.000 dazukommen.

Mbappe holte mit seiner Schnelligkeit bereits den Elfer zur 1:0-Führung heraus. Argentiniens 2:1-Führung, als Messis Schuss Sevilla-Verteidiger Gabriel Mercado traf, von dem der Ball ins Netz ging, schien nach 48 Minuten die Franzosen wachzuküssen. Als die erste WM-Niederlage gegen eine südamerikanische Mannschaft seit 40 Jahren, seit dem 1:2 gegen Argentinien in Buenos Aires noch zu Spielerzeiten von Michel Platini drohte,  zeigte die Equipe Tricolore ihr großes Potenzial,Drei Tore in elf Minuten, auch etwas begünstigt durch argentinische Defensivschwächen.  Zuerst sorgte der 22jährige VfB Stuttgart-Verteidiger Benjamin Pavard mit seinem ersten Tor im Teamdress für den Ausgleich, dann traf Mbappe zum 3:2 und 4:2.  Argentiniens Anschlusstor in der 93. Minute durch Kun Aguero nach einem Messi-Freistoss kam zu spät.

Aber der sehenswerte Schlagabtausch bewies einmal mehr: In der k.o.-Phase gibt´s bessere Spiele als in der Vorrunde. So wie im Achtelfinale drehten die Franzosen zuvor bei den Siegen über Australien und Peru, als Mbappe das Goldtor zum 1:0 erzielte, nicht auf. Ganz zu schweigen von der einzigen WM-Nullnummer gegen Dänemark. Daher schwärmte Didier Deschamps nach dem 80. Match seiner Ära mit dem er Frankreichs Rekordteamchef wurde, von einem großartigen Spiel. Bei Argentinien geht es nach dem schlechtesten WM-Abschneiden seit 2002 um Rücktritte: Javier Mascherano erklärte ihn nach seinem 147. Länderspiel und vier Weltmeisterschaften offiziell, Teamchef Jorge Sampaoli denkt darüber nach, Messi schweigt. Bereits 2016 hatte er das Ende seiner Teamkarriere erklärt, dann aber nach zwei Monaten den Rücktritt vom Rücktritt genommen. Diesmal würde er wohl endgültig sein.

Vier Stunden nach Messi verabschiedete sich mit Cristiano Ronaldo der nächste Superstar und Weltfußballer von der  Weltmeisterschaft. Der Traum des 33jährigen starb in Sotschi mit dem  1:2 (0:1) von Europameister Portugal gegen Uruguay. Ronaldo ging es so ähnlich wie Messi: Zu sehr auf sich allein gestellt. Ronaldo kam im Strafraum von Uruguay zu keinem Abschluss. Für das erste WM-Tor gegen Uruguays Keeper Fernando Muslera sorgte der 35jährige Abwehroldie Pepe. Sein Ausgleich per Kopf war zu wenig. Uruguays Stürmerduo brachte mehr als Ronaldo allein: Luis Suarez flankte beim 1:0 perfekt auf den Kopf von Edinson Cavani, der auch für das 2:1 sorgte, ehe er nach einem Schlag auf Knie und Schienbein verletzt ausschied. Ronaldo führte ihn vom Platz. Den Vorsprung  brachte Uruguay, mit viel Leidenschaft absolut am Leistungslimit, in einem Rückzugsgefecht im wohl letzten WM-Spiel Ronaldos über die Distanz. Damit Welt-und Vizeweltmeister sowie der Europameister nicht mehr dabei. Das Viertelfinale am Freitag zwischen Frankreich und Uruguay wird in Nischni Nowgorod das Duell der Torjäger von Paris St.Germain bringen: Mbappe gegen Cavani. Der Altersunterschied: Zwölf Jahre!

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