Fußball

Gregoritsch bestätigte erstmals die „große Fresse“! Wieder Video-Ärger bei Stöger

Der Klub in der deutschen Bundesliga mit den meisten Österreichern jubelt über seinen besten Start in der Bundesliga: Zehn Punkte aus fünf Spielen schaffte Augsburg zuvor noch nie. Der 1:0 (0:0)-Heimsieg über Vizemeister RB Leipzig  bedeutete sozusagen die Krönung. Daran beteiligt allerdings nur zwei der  fünf Österreicher: Der souveräne Abwehrchef Martin Hinteregger und  Michael Gregoritsch, der nach vier Minuten für das Goldtor sorgte.  Sein erster Treffer in dieser Saison, sein erster in der Bundesliga für Augsburg. Drei Tage zuvor sass er beim 2:1 in Frankfurt 90 Minuten auf der Bank, Dienstag opferte ihn Trainer Manuel Baum trotz Tor und starker Leistung  zu Beginn der zweiten Hälfte für den defensiv stärkeren Südkoreaner Ja-Cheoi Koo, um den erwarteten Ansturm der Leipziger abzufangen. Das gelang.

Das Tor kam für den Steirer zum richtigen Zeitpunkt. Weil der 5,5 Millionen-Einkauf schon etwas kritisch beäugt wurde, was der Steirer auch wusste: „Ich hatte nach einer guten Vorbereitung eine große Fresse, wie man auf gut deutsch sagt. Aber dann ist mir  in der Bundesliga nichts aufgegangen. Da steht man natürlich in der Kritik. Zum Glück hielten Trainer und Mitspieler mir die Stange.“ Jetzt konnte er ihnen etwas zurückgeben. Mit seinem Kapitän wird Gregoritsch Samstag beim Aufsteiger VfB Stuttgart  nicht zusammenspielen: Gegen Daniel Baier verhängte  das DFB-Sportgericht die Sperre für ein Spiel. Grund:  Spucken und eine obszöne Geste in Richtung von Leipzig-Traineer Ralph Hasenhüttl. Das Schiedsrichterteam sah davon nichts, die TV-Kameras deckten es auf. Daher Konsequenzen für den 33jährigen.

Hasenhüttl war deshalb auch richtig wütend, verweigerte  Baier das von dem angebotene Shakehands. Auch ansonst war es für ihn ein Abend zum Vergessen: Die zweite Niederlage in fünf Runden. So viele hatte Leipzig als Aufsteiger letzte Saison in der ganzen Hinrunde nicht. Da gab es die zweite erst in der 16. Runde. Dabei hatte  Hasenhüttl vor dem Anpfiff für zwei Rekordmarken gesorgt: Neun Umstellungen gegenüber dem 2:2 gegen Mönchengladbach. So viele gab es in der Bundesliga zuletzt vor 31  Jahren. Die Rotation brachte auch die Premiere des Schweizers Yvon Mvogo im Tor. Als  erster schwarzer Keeper, der je in der Bundesliga spielte.

Gregoritsch und Hinteregger waren Dienstag die einzigen Österreicher mit einem Erfolgserlebnis. Die Kampfansage  von Guido Burgstaller mit Schalke an Meister Bayern endete mit einer 0:3-Heimpleite, zu der die erste Gala der Real Madrid-Leihgabe aus Kolumbianen, James, im Bayern-Dress ihren Teil beitrug. Florian Kainz muss mit Werder Bremen weiter auf den ersten Sieg warten. Beim 1:1 in Wolfsburg erlebte der steirische Ex-Rapidler eine Premiere im Werder-Dress: Erstmals war er eine der zwei Spitzen. Und gar keine schlechte.

Einen Tag später reichte das vierte Saisontor von Martin Harnik Hannover 96 nur zur Führung, aber nicht zum Sieg beim SC Freiburg mit  Philipp Lienhart. Freiburg schaffte trotz vergebenen Elfmeters den Ausgleich zum 1:1 (0:0). Bei Peter Stöger und dem 1.FC Köln geht weiterhin gar nichts: Daheim 0:1 (0:1) ggen Einracht Frankfurt, ohne den nach China verkauften Torjäger Anthony Modeste bei den fünf Niederlagen in fünf Runden nur ein Tor erzielt.  Und wie Sonntag beim 0:5 in Dortmund gab´s beim Letzten erneut Ärger mit dem Video-Referee: Frankfurts  goldenes Tor fiel aus einem  Elfer, der keiner war. Aber der Video-Referee in Köln griff ebenso nicht ein  wie wenig später, als ein Elfer für Köln fällig gewesen wäre. Stöger gab nachher dem Referee trotzdem die Hand.

 

Foto: Instagram.

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