Fußball

Grün-Weiße Offensive für Sicherheitsgipfel als Zeichen gegen LASK

Fünf Tage vor Weihnachten wollte Rapids Präsident Michael Krammer (Bild oben) nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen, erkannte den richtigen Zeitpunkt, um in sich zu gehen und die Gemüter zu beruhigen. Daher nahm er das Gesprächsangebot von Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl zu einem Gespräch nach der grün-weißen Kritik am Polizeieinsatz gegen Fans rund um das Wiener Derby am letzten Sonntag an. Stelle fest, dass Rapid gegen jede Form von Gesetzesübertretungen sei, regelmäßig Konsequenzen daraus ziehe. Blieb aber bei seiner Meinung, wonach das Vorgehen der Exekutive nicht verhältnismäßig gewesen sei. Mit Blick in die Zukunft auf die Freude am Fußball solle man sich an einen Tisch setzen. Aber Krammer schlug vor, die Gesprächsrunde zu erweitern. Um den neuen Präsidenten der Austria, Frank Hensel, um Christian Jauk von Sturm Graz, da die Steirer von allen Bundesländerklubs die größte Zahl an  Auswärtsfans haben, um Wacker Innsbruck-Chef Gerhard Stocker als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Bundesliga. Dabei soll es nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern um gute Lösungen für friedvolle Spiele mit möglichst großer Kulisse. Es habe schon genug Zurufe via medialer Bühne gegeben, damit müsste endlich Schluss sein.

Apropos Kulisse: Rapid hatte im Herbst laut Statistik der Bundesliga mit 156.300 Zuschauern wieder die meisten Zuschauer bei Heimspielen. Das ist ein Schnitt von 17.376. Danach folgen Sturm Graz (Schnitt 10672) und Austria (10501). Anderseits  zählt Rapid zu den vier Klubs, die einen Zuschauerrückgang zu beklagen haben. Um 11,6 Prozent. Im Frühjahr ohne Meisterrunde würde der garantiert noch größer werden. Einen wahren Besuchereinbruch erlebte Mattersburg. Der Schnitt von 2039 bedeutet einen Rückgängig von 55,5 Prozent. Die größte Steigerung hatten die Aufsteiger Hartberg (61,9%) und Wacker Innsbruck (32,9%), danach die Austria in ihrer neuen Generali-Arena (29,5%) und Meister Red Bull Salzburg (21,9%). 72 Prozent der eingesetzten Spieler in den 18 Runden der Zwölferliga waren laut Ligastatistik Österreicher. Die meisten Österreicher-Minuten gab es bei Altach, Mattersburg und Sturm.

Zurück zur grün-weißen Offensive in Sachen Sicherheitsgipfel, für den man hofft, in Absprache mit Pürstl, Hensel, Jauk und Stocker zeitnahe einen Termin zu finden: Man kann gegen diese Initiative wirklich nichts sagen, aber doch feststellen, dass Krammer mit der Vorschlag der anderen Gesprächsteilnehmer auch ganz bewusst Zeichen setzen will, dies nicht ohne Kalkül geschah. Indem Krammer den Präsidenten des Ligaaufsichtsrats dazu bittet, hängt er das Thema der ganzen Liga um, will damit zeigen, dass dies nicht nur ein Problem von Rapid ist. Mit Jauk hätte er einen Mitstreiter Rapids in den letzten Monaten an seiner Seite. Speziell, als es zuletzt um die von sieben Vereinen geforderte neue Verteilung der TV-Gelder zu Lasten von Rapid und Sturm ging. Wie man hört, ließ Jauk seine steirischen Verbindungen nach Hartberg und Präsidentin Brigitte Annerl spielen, damit der Aufsteiger für die Beibehaltung des Status quo stimmte.

Nicht an den Sicherheits-Tisch holen will Krammer LASK-Präsident Siegmund Gruber. Obwohl beim letzten LASK-Spiel in Hütteldorf der Sektor mit den Auswärtsfans ähnlich voll war wie der von Sturm Graz oder Austria. Die Linzer vielleicht das größte Fanpotenzial nach Rapid haben.  Das ist kein Versehen, sondern ein bewusstes Zeichen. Weil die grün-weiße Chefetage in Gruber einer der Drahtzieher der Bestrebungen sieht, Rapid innerhalb der Liga zu isolieren. Das begann im Juli damit, dass Krammer nicht mehr in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Und endete vorläufig mit der Offensive in Sachen TV-Gelder. Die noch nicht beendet oder ausgestanden ist.

Foto: © SK Rapid Wien Media .

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