Fußball

Guido Burgstaller und das Wunder von St.Pauli

Vor drei Jahren beendete er nach 25 Länderspielen aus privaten Gründen seine Teamkarriere. Aktuell wäre  Guido Burgstaller aber sicher diskussionslos die Nummer eins im Angriff für die WM-Qualifikationsspiele auf den Färöer und gegen Dänemark. Weil der 32 jährige Kärntner derzeit einen Höhenflug erlebt, den ihm viele nicht mehr zutrauten. Aber es war immer so und ist derzeit wieder so: Bei einem Klub, bei dem viele Emotionen im Spiel sind, da blüht auch Burgstaller auf. So war es in den meisten der 109 Spiele in drei Jahren bei Rapid, in denen er 27 Tore erzielte, so war es in zwei Jahren beim 1. FC Nürnberg, so war es anfangs auch in zwei Jahre bei Schalke und so ist es seit letzten September beim Hamburger Kultklub St. Pauli, wo es für ihn mit einer Gefäßverletzung im Bauchraum samt Operation gar nicht gut anfing. Jetzt ist der Reeperbahn-Klub nach neun Runden Tabellenführer, die wahre Nummer eins in der Hansestadt und nicht der Hamburger SV, der nur auf Rang liegt, fünf Punkte weniger hat. Vielleicht weil es keinen Stürmer gibt, der wie Burgstaller sieben Tore erzielte.

Geholt hat ihn, als er bei Schalke nicht mehr gefragt war, mit Andreas Bornemann, der Manager, der ihn 2015 nach Nürnberg gelotst hatte, als er für Burgstaller auf der Insel bei Cardiff gar nicht gut gelaufen war. Burgstaller kam ablösefrei zu St. Pauli, glänzt nicht nur als Torjäger und als Leader, gilt jetzt als Garant im Aufstiegskampf gegen mächtige Konkurrenz. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, skandierten Sonntag 14 773 Zuschauer im Kiez-Stadion am Millerntor beim 3:0 gegen Dynamo Dresden. Der Weg zum Aufstieg führt nur über St. Pauli. Trotz so namhafter Klubs wie Schalke, Hamburger SV, Werder Bremen, Hannover 96, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Nürnberg. Man spricht von der stärksten zweien Liga, die es je in Deutschland gab,

Am Donnerstag ist St. Pauli schon in der Bundesliga zu Gast. Freiburg lud die Hamburger als Gegner zu seiner offiziellen Eröffnung des neuen Stadions ein. Burgstaller will künftig aber nicht mehr zu Freundschaftsspielen in die Erstliga-Stadien, sondern als Gegner. Ein letztes großes Ziel in der  Karriere, das Wunder St. Pauli zu krönen. Burgstaller möchte seine Karriere bei einem Traditionsverein beenden. Dabei hatte er Selbstzweifel, als er Schalke zwei Jahre nach einer Erfolgssaison mit Platz zwei hinter Bayern und Champions League verließ: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass so etwas passieren kann. Aber ich habe das Toreschießen in mir, das verlernt man nicht.“ Daher überrascht ihn sein Erfolgslauf derzeit nicht wirklich. Bei St. Pauli spürte er von Anfang das Vertrauen. Das tat ihm unheimlich gut. Und jetzt hat er wieder Spaß am Fußball. Bis zum Duell gegen seinen Ex-Klub Schalke dauert es noch zwei Monate. Am 5. Dezember steigt das Heimspiel am Kiez.

 

Foto: FC St.Pauli.

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