Fußball

Hans Krankl, 200 Millionen Japaner und Rapid

Sollte wer Montagabend den geplanten Auftritt von Christoph Peschek in eigener Sache bei Talk und Tore“ von Sky mit Spannung entgegengesehen haben, so wurde er enttäuscht. Der Noch-Geschäftsführer sagte bereits zwei Tage zuvor ab, „Sky“ machte das nicht publik, blieb beim Thema Rapid. Peschek wird Donnerstag dabei sein, wenn Präsident Martin Bruckner und er die Fortschritte im Alfred Körner-Trainingszentrum präsentieren, was auch in Ordnung ist, da die in ihrer Ära passierten. Bruckner könnte auch derjenige gewesen sein, der Peschek davon überzeugte, dass seine geplante „Sky“-Offensive Rapid gar nicht hilft. Vielleicht wäre dann als Konter publik geworden, dass Peschek bei der letzten Winter-Transferzeit erst in den letzten Tagen grünes Licht für eine Neuverpflichtung gab. Oder dass zu Zeiten, als das Allianz-Stadion noch gebaut wurde, Rapid im Happel-Stadion spielen musste, das Budget für die Mannschaft höher gewesen sein soll als aktuell.

Damit war der Sendung die erwartete Brisanz genommen. In Erinnerung blieb vor allem der Sager des Jahrhundertrapidlers Hans Krankl in Bezug auf den grün-weißen Fehleinkauf aus Japan, Koya Kitagawa. Es gäbe rund 200 Millionen Japaner, behauptete Krankl, Rapid sei es gelungen, den schlechtesten zu engagieren.  Das hat etwas in sich. Denn zum japanischen WM-Kader gehören mehr 20 Legionäre aus Europa, darunter der Ex-Salzburger Takumi Minamino, der bei AS Monaco unter Vertrag steht. Kitagawa wäre sicher nicht dabei gewesen. Ansonst konnte Krankl der kolportierten Einigung der Listen von Ex-ORF-General Alexander Wrabetz und Stefan Singer auf eine für die Wahl des Präsidiums am 26. November wenig abgewinnen. Für ihn ein fauler Kompromiss statt des von ihm geforderten Neuanfangs. Die Meinung hat etwas für sich.

Fast parallel zu Sky lief bei ServusTV im „Sport und Talk aus dem Hangar 7“ eine Diskussion über den Video Assistant Referee, bei der auch Sky-Experte Marc Janko vertreten war, und Urs Meier, der ehemalige Schweizer Spitzenreferee, wegen der sich häufenden Fehler in Zusammenhang mit dem VAR, behauptete, so wie es momentan laufe, wäre so ein Produkt in der freien Wirtschaft schon längst vom Markt genommen worden. Österreichs Topreferee Harald Lechner warf ein, er können den österreichischen Entscheidungsträgern nichts vorhalten, weil sie alle ehrenamtlich tätig sind. Janko fiel ein Nachteil der Anwendung des VAR ein: „Wenn ein Schiedsrichter hinausgeht, bedeutet es für ihn einen Punkteabzug. Er will das Richtige machen, kann aber womöglich deshalb die nächste Partie nicht pfeifen!“ Das beste Beispiel war zwei Tage zuvor de mehr als umstrittene Elfer für Austria Lustenau nach 96 Minuten zum 3:2 gegen Rapid, als der Grazer Unparteiische Christian Petru Ciochirca nicht zum On Field Review ging. Vielleicht, weil es schon der dritte in diesen Spiel gewesen wäre.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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