Fußball

Ist Jose Mourinho immer noch „special“?

Wer sind die letzten vier Viertelfinalisten in der Champions League? Bayern München ist Mittwoch Abend nach dem 5.0 im Heimspiel ein ganz sicherer Tipp, denkt schon an die Auslosung am Freitag und an die Chance, so früh wie noch ie, nämlich bereits am nächsten Sonntag mit einem Sieg bei Ralph Hasenhpttl und RB Leipzig den Meistertitel zu sichern. Aber bei den anderen drei Partien ist nach den Hinspielen noch alles möglich: Dienstag bei AS Roma-Schachtar Donezk bei einem 2:1-Vorsprung der Ukrainer ein 2:1 und bei Manchester United – FC Sevilla nach dem 0:0 sowie Mittwoch zwischen dem FC Barcelona und Chelsea nach dem 1:1 an der Stamford Bridge. Dass Barcelona Favorit ist, bezweifelt niemand. Aber ein Antonio Conte gibt sich nicht so leicht geschlagen.

Zum Blickpunkt Old Trafford: Sevilla ist durch die Ausgangsposition in größeren Noten als Manchester United. Die Spanier sind in allen Belangen schlechter als letzte Saison, ersetzten zum Jahresende Trainer Eduardo Berizzo durch den zwei Monte zuvor bei Milan entlassenen Vincenzo Montella. Ohne dass es bisher besser geht. Die 0:2-Heimpleite am letzten Samstag gegen Valencia unterstrich das: Nur Platz fünf, 27 Punkte hinter Tabellenführer Barcelona. Mit Angriff hat beim Ex-Klub von Toni Polster nur der Franzose Wissam Ben Yedder keine Ladehemmung,  das Mittelfeld um Steven N´Zonzi und Ever Banega, bisher das Prunkstück, lässt auch zu wünsch übrig. Und die Abwehr um den Dänen Simon Kjaer ist wacklig. Und trotz allem war Sevilla beim 0:0 eigentlich die bessere Mannschaft.

Denn bei Manchester United  stimmen meist nur die Ergebnisse. Trotz der individuellen Klasse der Stars wie Tormann David De Gea, Paul Pogba, Romelu Lukaku und Winterkauf Alexis Sanchez: Wirklich überzeugen kann United eher selten. An Platz zwei in der Premier League schmerzt der allem der riesige Rückstand auf den Stadtrivalen City an der Spitze mit 16 Punkten. Jose Mourinho hat mit dem FC Porto und Inter Mailand die Champions League bereits zweimal gewonnen- Da verbiet es sich fast, an den Qualitäten des portugiesischen Trainerstars zu zweifeln. Aber Fakt ist: Für besonderen Fußball steht seine Startruppe nicht. Jetzt muss der 55jährige liefern. Sonst wird bald die Frage gestellt werden, ob er, der sich immer als „special one“ bezeichnet, wirklich noch „special“ ist. Dafür zählt nicht, dass er  mit Scott McTominay ein 21jähriges Eigengewächs zuletzt zum Stammspieler beförderte.

Beim 2:1 im Schlager gegen den FC Liverpool am letzten Samstag konnte sich Mourinho zum Schachzug gratulieren, der zu beiden Toren von Markus Rashford (im Bild oben mit Nummer 19) und zum Sieg im Trainerduell gegen „the normal one“, wie sich Jürgen Klopp selbst nannte,  führte, gratulieren: Abstoß von de Gea auf Lukaku, der Belgier verlängert per Kopf, Rashford vollendet. Bei der 2:0-Führung war noch der Spanier  Juan Mata als Zwischenstation dabei. Ansonst dominierte Liverpool, kam aber zu wenig Abschlüssen. Im Finish übersah der Referee nach einem Foul am Ex-Salzburger Sadio Mane einen Elfer gegen Manchester United. Aber wie gesagt, das Ergebnis stimmte. Das muss auch Dienstag Abend so sein.

Denn die Red Devils haben trotz des Sieges in der Europa League am 24. Mai 2017 im Finale von Stockholm, des 2:0 über Ajax Amsterdam, durch den Mourinho mit seinen Stars sich für die Königsklasse qualifizierte, international an Renommee eingebüßt. Den letzten Titel in der Champions League feierte Manchester United vor zehn Jahren. Noch unter Sir Alex Ferguson im Elferschießen gegen Chelsea in Moskau. Mit Sir Alex holte Manchester United auch 1999 glücklich die Champions League in Barcelona gegen Bayern München durch zwei Tore in der Nachspielzeit zum 2:1, stand zweimal im Finale, verlor beide Male gegen Pep Guardiolas FC Barcelona. Und jetzt ermahnte der Schotte Ferguson Mourinho: „Es ist viel zu lange her, dass wir die Champions League gewonnen haben. Aber es ist auch ein extrem schwieriger Wettbewerb.“ Trotzdem wird es Zeit für Mouriho, auch in der Champions League seinen erhobenen Daumen zu zeigen.

Foto: Instagram.

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