Fußball

Letzter statt Erster: Das Wolfsberger Dorfklub-Wunder ging mit 0:3 zu Ende

Mit einem Sieg über Basaksehir Istanbul hätte das Wolfsberger Dorfkkub-Wunder prolongiert worden. Hätten die Kärntner sogar Platz eins in der  Europa League.Gruppe erobern können. Aber das lockte doch nur 5286 Wolfsberg-Fans nach Graz. Und die sahen eine 0:3 (0:0)-Abfuhr nach 70 Minuten auf Augenhöhe. Und damit ist Wolfsberg statt Erster Letzter, da Mönchengladbach mit Österreichs Teamverteidiger Stefan Lainer in der 95. Minute durch den Franzosen Marcus Thuram  das 2:1 gegen AS Roma  gelang, Damit sind die Türken Tabellenführer vor Mönchengladbach und  Roma. Theoretisch lebt die Aufstiegschance nach. Wolfsberg hat nur einen Punkt weniger als der Tabellenführer der deutschen Bundesliga und die Italiener, spielt noch gegen beide Mannschaften.

Sicher kann man dem Lattenschuss von Manfred Ritzmaier nach 36 Minuten nachtrauen. Das Führungstor hätte vielleicht manches anders gestaltet. Sicher könnte sich die Verlierer über den Schweizer Referee Sandro Schärer ärgern. Weil die erste gelbe Karte gegen Innenverteidiger Nemanja Rnic nach 51 Minuten wegen Hands eigentlich falsch war. Weil er vor dem Eckball, nach dem die Führung von Basaksehir nach 72 Minuten fiel, ein Foul an Mario Leitgeb übersah. Aber diese Dolchstosslegenden helfen Wolfsburg nicht weiter. Wahr ist vielmehr, dass ein Routinier wie Rnic, der mit Gelb vorbelastet ist, sich nicht mehr zu solchen „Ringeraktionen“ im Strafraum  gegen Basaksehirs Slowaken Martin Skrtel hinreisen lassen darf. Schärer blieb nichts anders übrig, als Elfmeter zu pfeifen und Rnic Gekb-Rot zu zeigen.

So begann der Untergang., da der Bosnier Edin Visca den Elfmeter sicher verwertete (Bild oben9. Mit einem Mann weniger war nichts mehr zu holen, musste sich Tormann Alexander Kofler noch zweimal geschlagen geben. Routinier Michael Liendl fand die richtigen Gründe für die Abfuhr: „Wir waren nicht gut genug. Zu viele Abspielfehler, nicht zielstrebig und kompakt. “ Das bedeutet das Ende eines romantischen Dorfklubwunders. Schade darum. Jetzt noch aufzusteigen, käme einem Wunder gleich. Aber wenn man ehrlich ist, sind die vier Punkte eigentlich mehr als man den Kärntner vor dem mega-sensationellen 4:0 in Gladbach, mit dem sie Wolfsberg in ganz Europa bekannt machten, zutrauen durfte.

Auch für die österreichischen Trainerlegionäre war es ein gebrauchter Abend. Adi Hütter verlor mit Eintracht Frankfurt in der 94. Minute bei Standard Lüttich 1:2, die Mannschaft mit Martin Hinteregger wirkte fünf Tage nach dem 5:1 gegen Bayern gehemmt, nicht so aggressiv wie gewohnt. Ob es daran lag, dass keine Eintracht-Fans ins Stadion durften? Frankfurt  ist  hinter Arsenal und Standard Dritter, da wackelt der Aufstieg. Auch bei Oliver Glasner und  Wolfsburg. Daheim gegen Gent durch ein Tor des ehemaligen LASK-Stürmers Joao Victor 1:0 geführt, in der zweiten Hälfte aber eingebrochen und am Ende 1:3 verloren. Die dritte Niederlage hintereinander. Damit steht ein Duell gegen St.Etienne um Platz zwei bevor.

 

 

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