Fußball

Luzerner Kantonsarzt schickt EM-Gegner Ukraine in Quarantäne

Die Ukraine, im Juni 2021 Österreichs Gruppengegner bei der  Europameisterschaft in Bukarest, kämpft derzeit mit schlimmen Covid 19-Problemen, befindet sich seit Dienstag Nachmittag in einem Luzerner Hotel in Quarantäne. Schon vor dem 1:3 gegen Deutschland in Leipzig gab es vier positive Fälle. Bei neuerlichen Tests am Montag und Dienstag kamen sechs Spieler dazu, darunter vier, die gegen Deutschland zum Einsatz gekommen waren. Die Legionäre Ruslan Malinovsky (Atalanta Bergamo), Eduard Sobol (FC Brügge) und Evgeny Makarenko (Kortrijk) sowie der gebürtige Brasilianer Junior Moraes von Schachtjor Donezk. Daher verhängte der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall über die gesamte Mannschaft die Quarantäne, womit das Match am Abend nicht stattfinden konnte. Auch die Verlegung auf Mittwoch, den letztmöglichen Termin, untersagte Hartall. Und damit steht auch die UEFA vor einer heiklen Frage. Wie wird das Spiel gewertet? Das ist ein Streit vorprogrammiert.

Denn die Ukraine begann sich sofort gegen eine drohende Strafverifizierung zugunsten der  Schweiz zu wehren, die den Abstieg in die Nations League B bedeuten würde. Das Argument: Bei den drei positiven Fällen hätte man lediglich Antikörper im Blut festgestellt. Man wäre daher auf jeden Fall das von der UEFA geforderte Kontingent, von 13 Spielern stellen können, trage daher nicht die Schuld an der Absage der Partie. Das sei die Entscheidung der  Schweizer Behörden gewesen. Und es dürfe doch nicht sein, dass ein Verbot einer Schweizer Behörde einen 3:0-Sieg der Schweizer Nati am grünen Tisch ermöglicht. Harstall verteidigte seine Entscheidung mit dem Vorrang für die Gesundheit, der medizinischen Faktenlage. Denn es könnte durchaus sein, dass einige negativ getestet Spieler bereits positiv sein, dies aber kurz nach der Ansteckung noch nicht richtig zu erkennen sei. Das sieht nach Ärger und Streit aus.

Andere Lösungen als die Strafverifizierung? Nur ein Losentscheid. Die Entscheidung liegt vorerst bei der Rechtskammer der UEFA, zu der auch Herbert Hübel, der Präsident des Salzburger Landesverbands, gehört. Mehr möglich als in der Schweiz war Dienstag in Niederösterreich: Das Spiel zwischen Südkorea und Katar ging in der  Südstadt über die Bühne, obwohl es davor bei sechs südkoreanischen Spielern positive Tests gegeben hatte. Südkorea gewann 2:1 (2:1), das 1:0 erzielte beim 500. Sieg der Südkoreaner bereits nach 16 Sekunden der jetzt bei RB Leipzig engagierte Ex-Salzburger Hee Chan Hwang. Das schnellste Tor in Südkoreas Länderspielgeschichte fiel in Maria Enzersdorf. Unglaublich.

Foto: UEFA.

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