Fußball

Marco Rose und Alex Manninger als „Zerrissene“ zwischen Salzburg und „Kloppo“

Sonntag Abend flog Marco Rose von Düsseldorf nach München, um bei „Sky 90“ über die Chancen von Borussia Mönchengladbach auf den ersten Meistertitel seit 42 Jahren zu reden. Ganz ausschließen tut es der ehemalige Salzburger Erfolgstrainer nach dem 2:1 gegen Bayern München nicht mehr. 71 Prozent seiner Spiele mit Gladbach hat Rose bisher gewonnen. Für „Bild“ ist er eine Art „Trainer-Dornröschen“ der Liga, Weil er Salzburg wach küsste.

Montag trainierte Rose wieder im Borussia-Park. So ist es auch Dienstag geplant. Danach wird er wieder ins Flugzeug steigen, zu seiner alten Liebe nach Salzburg zurückkehren. Obwohl das Stress bedeutet. Donnerstag hat er mit Mönchengladbach ja das Heimspiel gegen Basaksehir Istanbul um den Aufstieg in der Europa League. Aber den Schlager zwischen seinem Ex-Team und Liverpool will sich Rose zwei Abende davor einfach nicht entgehen lassen. Das kündigte der gebürtige Leipziger schon vor  Wochen an.

Ob es für ihn ein Abend zum Genießen wird? Es werden zwei Herzen in seiner Brust schlagen. Das für seinen Ex-Klub, für  „Jungs“, mit denen er so erfolgreich zusammenarbeitete. Wie Tormann Cican Stankovic, Andre Ramalho, Jerome Onguene, Kapitän Andreas Ulmer, Zlatko Junuzovic, Enock Mwepu, Takumi Minamino, Patson Daka, Hee Chan Hwang. Mit denen er für unvergessliche Europa League-Abende gesorgt hatte. Andererseits ist da sein, wie er es selbst ausdrückte, „mehr als ausgezeichnetes“ Verhältnis zu Jürgen Klopp.  Dessen Speiler er war, als Mainz 2004  in die Bundesliga aufstieg. Bei der rauschenden Aufstiegsfeier prophezeite Klopp damals Rose eine Trainerkarriere. Dass sie so erfolgreich wird,  konnte vor 15 Jahren keiner wissen.

Rose als „Zerrissener“ zwischen Salzburg und seinem Freund „Kloppo“ auf der Tribüne. Am liebsten wäre ihm, wenn beide aufsteigen. Was aber nicht funktionieren wird. Ähnlich wie Rose wird es Alex Manninger gehen. Er stand für Austria Salzburg und  Red  Bull Salzburg zwischen den Pfosten, beendete seine Karriere vor drei Jahren als „Back-Up-Goalie“ in Liverpool unter Klopp (Bild oben). Die letzte Saison seiner langen Laufbahn möchte er nicht missen. Er hat mit achtzig Prozent der Stars trainiert,  die er Montag Abend im „Sheraton“ ebenso wie Klopp traf. Von Stephan Reiter und Christoph Freund, Salzburgs Chefetage, erhielt Manninger eine Einladung zum Spiel. Das wird erst das dritte nach seinem Karriereende sein, das der 42 jährige live verfolgt. Zuletzt war er einmal beim LASK.

Der nach der Auslosung geäußerte Wunsch von Manninger, dass es für beide im letzten Spiel noch um etwas geht, ging in Erfüllung. Er traut Salzburg den großen Coup zu. Was das in Liverpool auslösen würde? „Der Hype über den Marsch zum ersten Meistertitel seit 1990 wäre sicher etwas getrübt.“ Nicht in der Champions League zu überwintern, das würde gar nicht zum Selbstverständnis von Liverpool passen.

Foto: FC Liverpool.

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