Fußball

Mehr Drama geht nicht: Koller wahrte mit Basel Chance auf Cupsieg

Bis zur 81.Minute 0:2 zurück, nach 88 Minuten ausgeglichen, im Nachspiel gegen Sion im Wallis mit 4:2 aufgestiegen: Mehr Drama ging für Österreichs Ex-Teamchef Marcel Koller und seinen Wiener Assistenten Thomas Janeschitz Mittwoch Abend im Viertelfinale des Schweizer Cups nicht mehr. Damit wahrte Koller in seiner ersten Saison mit dem FC Basel, die mit dem Scheitern in der Qualifikation zur Europa League gegen Apollon Limassol aus Zypern sowie mit 19 Punkten Rückstand in der Meisterschaft auf Meister Young Boys Bern wenig glorreich verlief, in der sich im Dezember die Spieler bei Klubpräsident Bernhard Burgener über ihn beschwert hatten, die Chance auf den einzig möglichen Titel, den Cupsieg und damit ein herzeigbares Happy End.

In Wahrheit brachten zwei Verletzungen Koller und Basel auf der Tourbillon vor 9000 Zuschauern in die Erfolgsspur: In der ersten halben Stunde mussten der Schweizer Mittelfeldspieler Kevin Bua und der holländische Stürmer Ricky van Wolfswinkel raus. Sie ersetzte Koller mit dem routinierten Valentin Stocker, der sieben Monate vor Kollers Amtsantritt nach vier Jahren bei Hertha BSC Berlin nach Basel zurückgekehrt war, sowie Albian Ajeti. 70 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften, ehe Sion die Führung gelang. Nach 78 Minuten lag Basel scheinbar rettungslos 0:2 zurück, weil der ansonst verlässliche Tormann Jonas Omlin bei einem direkt verwandelten Eckball ganz schlecht aussah. In der 81. Minute brachte Joker Ajeti Basel ins Spiel zurück, sieben Minuten später fiel aus einem umstrittenen Elfmeter der Ausgleich. In der Verlängerung schlug Stocker  zweimal zu. Zuerst nach 101 Minuten mit einem Prachtschuss unter die Latte, wobei Ajeti die Vorarbeit leistete, dann noch in der Nachspielzeit. Erst nach 123 Minuten war alles vorbei.

Da sah man Koller erleichtert lachen, die Umarmungen mit Janeschitz erinnerten an Szenen wie  dreieinhalb Jahre zuvor nach dem 4:1 mit Österreich in Stockholm gegen Schweden, das die Qualifikation für die EM-Endrunde gesichert hatte. Für Koller war der Aufstieg auch aus einem anderen Grund sehr wichtig: Sions Trainer Murat Yakin war 2013 und 2014 mit Basel Meister geworden. Mit einem Abwehrchef, der zu Kollers Stammpersonal in Österreichs Team zählte. Mit Aleksandar Dragovic.

Foto: © FC Basel 1893 Media .

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