Fußball

Minamino, der frühere Horn-Torhüter, Pak und Jeggo beim Asien-Cup

Mit drei Spielern ist  auch Österreichs Bundesliga ab 5. Jänner beim Asien-Cup in den Arabischen Emiraten, in Abu Dhabi, al Ain, Dubai und Schardscha vertreten: Red Bull Salzburgs Offensivspieler Takumi Minamino ist einer der Hoffnungsträger im neu formierten Team von Japan, in dem einige bekannte Routiniers wie Shinji Kagawa keinen Platz mehr haben. St. Pöltens Stümer Kwang-Ryong Pak ist einer von drei Legionären bei Nordkorea, die anderen zwei kommen aus Italien von Perugia und Arezzo. Austrias Mittelfeldabräumer James Jeggo bekam doch noch eine Einberufung von Australiens Teamchef Graham Arnold, da Huddersfield-Mittelfeldspieler Aaron Mooy verletzt ausfiel. Australien trifft in den Gruppenspielen auf Jordanien, Palästina und Syrien, Nordkorea auf Saudiarabien, Katar und Libanon, Japan auf Turkmenistan Oman und Usbekistan.

Der Asien-Cup wird 2019 erstmals mit 24 Mannschaften gespielt, das Finale ist erst am 1. Februar. Zum Ärger einiger Klubs in Europa, weil sie in der Zeit auf wichtige Spieler verzichten müssen. Etwa Tottenham auf den Südkoreaner Heung-Min Son. Minamino wird Salzburg in den ersten Wochen der Vorbereitung fehlen, möglicherweise auch beim Trainingslager in Portugal, da die k.o.-Phase beim Asien-Cup erst am 20.Jänner beginnt. Der 23jährige feierte im Herbst nach drei Jahren sein Comeback in Japans Team, hat erst zehn Länderspiele, gilt bei Teamchef Hasike Moriyasu im offensiven Mittelfeld als gesetzt. Dass er am 8. November bei Salzburgs 5:2 in Trondheim gegen Norwegens Meister Rosenborg als erster Japaner bei einem Europacupspiel drei Tore erzielte, in der ersten Hälfte binnen 40 Minuten, sorgte in der Heimat für Schlagzeilen. Noch ein Japaner, der schon in Österreich spielte, ist in den Emiraten dabei: Tormann Shinchi Gonda, der im Frühjahr 2016 16 Spiele für Horn in der zweiten Liga bestritt.

Beim Asien-Cup betreten auch einige in Europa gut bekannte Teamchefs im gesetzten Alter die Bühne: Der Italiener Marcello Lippi, 2006 in Berlin mit der Squadra Azzura Weltmeister, gibt seine Abschiedsvorstellung  bei China. Als bestdotierter Teamchef der Welt. 16 Millionen soll er in dem Job, in dem er sein größtes Ziel, die WM in Russland verpasste, verdient haben. Der Argentinier Hector Cuper, 2000 und 2001 mit Valencia im Finale der Champions League Verlierer gegen Real Madrid und Bayern, vor sechs Monaten bei der  WM in Russland Teamchef von Ägypten, übernahm danach den Job bei Usbekistan. Der 65jährige Portugiese Carlos Queiroz, früher Teamchef in der Heimat, Co-Trainer von Sir Alex Ferguson bei Manchester United, eine Saison Chef bei Real Madrid,  geht bereits in sein achtes Jahr im Iran. Mt Paulo Bento hat ein anderer früherer portugiesischer Teamchef bei Südkorea das Sagen. Der bekannte Schwede Sven Göran Eriksson, von 2001 bis 2006  Teamchef in England, davor Trainer bei Lazio, Sampdoria, Benfica Lissabon und UEFA-Cup-Sieger mit IFK Göteborg, coacht mit 70 die Philippinen. Auch einer, der schon etwas mit Österreichs Team zu tun hatte, ist in den Emiraten dabei: Jan Kocian, als Spieler mit der CSSR bei der WM 1990 1:0-Sieger über Österreich in Florenz, 2008 Assistent von Karel Brückner, bis der zurücktrat, ist Teamchef  im Jemen. Bernd Stange, vor 30 Jahren mitten in der WM-Qualifikation gegen Österreich und Türkei als DDR-Teamchef abgelöst, hatte mit 70 offenbar Lust auf die besondere Herausforderung in Syrien und ein Leben in Damaskus. Letzten Sommer kam er mit seiner Mannschaft nach Flachau ins Trainingslager.

 

Foto: © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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