Eishockey

Mit dem schlechtesten Spiel das zweite Ziel erreicht: Erstmals seit 1999 drei Österreich-Siege

Mit dem zweiten Sieg erreichte Österreich Freitag bei der Eishockey-WM in Stockholm sein erstes Ziel, den Klassenerhalt. Mit dem dritten, dem zweiten nach Penaltyschießén, wurde Sonntagnachmittag das zweite geschafft: Durch das 3:2 (1:1,0:0, 1:1, 0:0, 1:0) gegen Slowenien gewann Österreich erstmals seit 1999, also seit 26 Jahren, bei einer Weltmeisterschaft drei Spiele. Damit übertrifft die Leistung bei dieser WM eigentlich die umjubelte bei der Prager WM vor einem Jahr. Gegen die Slowenen war es Sonntag der erste Sieg bei einer Weltmeisterschaft seit 2011. Damit hat Österreich Dienstagmittag mit einem Sieg gegen Lettland die Chance, ins Viertelfinale zu kommen. Das Spiel wird ab 12.20 live in ORF 1 übertragen, Lettland bezwang Sonntagabend die Slowakei nach regulärer Spielzeit 5:1, hat zwei Punkte mehr als Österreich.

Eigentlich war es ärgerlich, dass Österreich nicht schon nach der regulären Spielzeit als Sieger feststand. Die Chancen dazu hätte es gegeben, bei zwei Stangenschüssen war auch Pech dabei. Das Schussverhältnis hieß 33:16 für Österreich, aber es stand 2:2. In Unterzahl geriet Österreich vor 3457 Zuschauern im Globe im Rückstand, doch der zu besten Österreicher gewählte Dominic Zwerger (Bild) glich vier Minuten später aus. Im letzten Drittel brachte Brian Lebler mit seinem ersten Tor beim WM-Comeback Österreich in Führung, doch als eine Strafe angezeigt wurde, fiel das 2:2. In der Overtime verpassten Kapitän Thomas Raffl und Lukas Haudum den Sieg, anderseits verhinderte Tormann David Kickert auch die Niederlage. Apropos Kickert: Er wird gegen Lettland wieder spielen, da seit Sonntag feststeht, dass der eingebürgerte Atte Tolvanen nicht nach Stockholm zurückkehrt. Er flog nach dem Startspiel gegen Finnland zu seiner schwangeren Frau nach Helsinki.

Kickert ließ sich im Penatyschieen von keinem Slowenen bezwingen. Marco Kasper vergab den erste für Österreich, nach ihm trafen Haudum, Zwerger und Benjamin Baumgartner. Das 3:0 war die Entscheidung, doch Baumgartner übte Selbstkritik: „Das war unser bisher schlechtestes Spiel bei dieser Weltmeisterschaft!“ Teamchef Roger Bader hatte ein hart umkämpftes Spiel erwartet, weil für die sieglosen Slowenen die WM erst mit dem Duell gegen Österreich richtig begann. Gegen Österreich und Frankreich wollten sie den Klasenerhalt holen, der erste Versuch scheiterte: „Ich bin glücklich, dass wir den Sieg sichern konnten“, gab der Schweizer zu, „wir werden gegen Lettland alles reinwerfen, um eine großartige Partie zu spielen!“  Ein Sieg über Lettland wäre der zehnte unter Bader bei einer A-WM. Schon neun erreichte kein österreichischer Teamchef vor ihm.

Foto: IIHF/Andre Riguette.

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