Fußball

Mit Giroud gibt es keinen Weltmeister-Fluch

Nach den ersten zwei Nullnummern dieser WM hintereinander zwischen Dänemark und Tunesien sowie Mexiko und Polen kam man beim Eröffnungsspiel des Weltmeisters wieder auf die Torrechnung. Frankreich bezwang Australien nach schnellem 0:1-Rückstand mit drei Kopftoren klar 4:1 (2:1). Es sieht nicht danach aus, als sollten „Les Bleus“ der vierte Titelverteidiger hintereinander werden, der in der Gruppe scheitert, den Weltmeisterfluch fortsetzen.  Obwohl das Verletzungspech auch beim Auftaktspiel in  Katar weiter ging. Dennoch ist die individuelle Klasse der Mannschaft weiterhin zu groß. Vor allem in der Offensive. In der Teamchef Didier Deschamps mit Kylian Mbappe, Olivier Giroud, Ousmane Dembele und Antoine Giezmann vier Kracher aufbot. Wobei Griezmann im 4-3-3 praktisch der offensivste Mitteleldspieler war.

Dabei begann es für Frankreich alles andere als gut. In der Aktion zu Australiens Führung nach neun Minuten, bei der Frankreichs Abwehrzentrum mit dem Ex-Salzburger Dayor Upamecano und Ibrahima Konate von Liverpool nicht gut aussah, blieb Linksverteidiger Lucas Hernandez, der Legionär von Bayern München, im Rasen hängen, musste ausscheiden. Das sah ganz nach Kniedrama in Richtung Kreuzbandriss aus. Der nächste Ausfall nach den Mittelfeldstars N´Golo´Kante und Paul Pogba sowie den Klassentürmern Karim Benzema und Christopher Nkunku.  Der Rückstand tat Frankreichs Spiel sogar gut. Kein Abtasten mehr. Agieren war gefragt. Theo Hernandez, der für seinen verletzten Bruder kam, sorgte für viel Schwung. Juventus-Legionär Adrien Rabot erzielte per Kopf den Ausgleich, bereitete die Führung durch Olivier Giroud ideal vor. Nach der Pause ging es so weiter. Mbappe nach Dembeles Flanke per Kopf zum 3:1, danach Giroud nach Mbappes Flanke ebenfalls per Kopf zum 4:1. Damit ist der 36 jährige der älteste französische Spieler, der bei der Weltmeisterschaft ein Tor erzielte. Er traf im Herbst sowohl gegen Österreich, als es in Paris gegen den Abstieg in der Nations League ging als auch im Milan-Dress zum k.o. von Red Bull Salzburg in der Champions League. Ein Österreich-Schreck, der auch bei der Weltmeisterschaft.für Tore gut ist.  Mit dem Doppelpack, seinen Treffern 50 und 51 im Teamdress, stellte er den bisherigen Rekord von Thierry Henry, jetzt Assistent von Belgiens spanischem Teamchef, Roberto Martinez, ein. Ohne Benzemas Verletzung wäre Giroud wohl nicht erste Wahl.

In der Nations League bezog Frankreich zwei Niederlagen gegen Dänemark. Zwei Monate später bei der Weltmeisterschaft wirkten die Franzosen eindeutig stärker als die Dänen beim 0:0 gegen Tunesien. Lag auch daran, dass Dänemarks Lenker Christian Eriksen mit Aissa Laidouni, Legionär bei Ungarns Meister Ferencvaros Budapest, ehemaliger Schützling von Peter Stöger, quasi einen  Leibgendarm erhielt. Samstag kommt´s zum Duell zwischen Frankreich und Dänemark.

 

 

Foto: FIFA.

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