Fußball

Nur Niederlagen: Eckbälle waren Sturms Verhängnis, Salzburg bekam drei Tore in acht Minuten

Drei Spiele, drei Niederlagen trotz zwei Heimspielen. Ein Mittwoch zum Vergessen für die österreichische Bundesliga. Von bisher acht Partien in Europa und Conference League wurde nur eine gewonnen. Von Meister Sturm Graz daheim gegen die Glasgow Rangers (2:1). Mittwoch durften die „Blackies“ im Celtic-Park von der 15. bis zur 61. Minute hoffen, auch den zweiten Klub der schottischen Hauptstadt zu besiegen. Vom Führungstor durch den Slowenen Tomi Horvat (Bild), einem Knaller aus 25 Metern ins Kreuzeck, bis zum Ausgleich. Dann kamen die verhängnisvollen neun Minuten, die alles drehten: Zwei Eckbälle wurden Sturm zum Verhängnis.  Der erst wurde schnell abgespielt, der Ball kam zum irischen Abwehrspieler Liam Scales, der ins lange Eck traf. Drei Minuten später verwertete der Norweger Ben Nygren den Eckball des Belgiers Arne Engels per Kopf, da sah auch Sturms Youngster-Tormann Matteo Bignetti unglücklich aus. Sechs Minuten später spielte Sturm nur noch zu zehnt, da der Däne Tochi Chukwuani nach einem Tritt auf den Knöchel von Celtic-Kapitän Callum McGregor die rote Karte sah. Trainer Jürgen Säumel wechselte zwar offensiv, brachte mit Leon Grgic und Axel Kayombo zwei neue Stürmer, aber zum Ausgleich gab es keine klare Chance. Sturm lebte lange auch vom schottischen Chancenwucher, der erste internationale Heimsieg des schottischen Meisters dieser Saison  (zuvor 0:0 gegen Kairat Alamaty und 0:2 gegen Sporting Braga) war verdient. Die Serie von sieben sieglosen Celtic-Spielen im Europacup ging leider gegen Stur zu Ende. Mitentscheidend für die Grazer Niederlage: Von Otar Kiteishvili, der bei 1:0 nur die Stange traf, war nach der Pause bis zu seinem Austausch nur wenig zu sehen.

Viel ärgerlicher war die Salzburger 2:3 (1:0)-Heimniederlage vor nur  8342 Zuschauern gegen Ungarns Meister Ferencvaros Budapest. Nach 13 Minuten schoss Edmund Baidoo den FC Salzburg in Führung, die bis zur Pause hielt, weil Teamtormann Alexander Schlager nach 22 Minuten einen Elfmeter von Barnabas Varga, Ungarns Teamstürmer und Ex-Mattersburg-Legionär, abwehrte. Doch zwischen der 50. und 58. Minute kassierte Salzburg durch Varga, den Norweger Kristoffer Zacharissen und den Nigerianer Dale Yusuf drei Tore. Das darf auf diesem Niveau nicht passieren. Zunächst patzte Liksverteidiger Frans Krätzig, danach  wieder einmal die Innenverteidiger Jacob Rasmussem und Joane Gadou. Salzburg kam durch Yoube Vertessen noch auf 2:3 heran, hatte Chancen zum Ausgleich, doch am Ende steht: So wird es sicher nichts mit dem Play-off. Hollands Cupsieger Go Ahead Deventer, der nächste Gegner, schlug Aston Villa überraschend 2:1.

Nur zwei österreichische Legionäre gewannen: Philipp Lienhart und Junior Adamu siegten mit Freiburg gegen Utrecht 2:0. Marko Arnautovic schied bei der 0:2-Niederlage von Roter Stern Belgrad in Braga nach 37 Minuten mit einer Knieverletzung aus, bei den Portugiesen fehlte Florian Grillitsch. Nikolas Sattlberger kam mit Genk daheim gegen Betis Sevilla zu einem torlosen Unentschieden, Ex-Rapidler Dejan Ljubicic mit Dinamo Zagreb in Schweden gegen Malmö durch ein Tor in d er 96. Minute zu einem 1:1 (0:0). Dadurch fielen die Kroaten von Platz eins auf vier zurück, bleiben aber voll auf Playoff-Kurs.

Foto: UEFA.

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