Fußball

Sehnsucht nach dem Pott und sieben Fragen: Stöger auf Spuren von Klopp und Tuchel

Peter Stöger hinterließ nach seinen ersten zehn Tagen als Trainer bei Borussia Dortmund mit zwei Siegen in zwei Spielen deutliche Spuren. Die auch in Österreich nicht zu übersehen sind: Der ORF überträgt Mittwoch Abend live sein drittes Match auf Dortmunds Bank, den  Schlager des Pokalachtefinales bei Bayern München und seinem Landsmann David Alaba live, erstmals in der ORF-Geschichte ein Cupspiel aus dem Weltmeisterland. Und für Wettfreaks schuf Stöger rund  um den Hit gerdazu  ein wahres Wett-Eldorado: Bei tipp 3 (siehe unten) gibt es ausser dem normalen Dreierweg mti einer Bayern-Quote von 1,45 und einer von 5,50 für Stögers Mannschaft noch die Wette wer steigt wie auf  und sieben ganz spezielle Fragen. Wer die alle richtig mit ja oder nein beantwortet, erhält eine Quote von 50,0. Wenn nur eine falsch beantwortet wird, gibt es noch immer den doppelten Einsatz retour. Und dazu kann man bereits wetten, welchen Platz Dortmund am Ende der Saison in der Bundesliga, am 12. Mai 2018,  belegen wird. Die höchste Quote, nämlich 500,00, gibt es für die Plätze 16 bis 18, die Relegation oder direkten Abstieg bedeuten würden. Die zweithöchste (50,00) für den Meistertitel, die niedrigste (2,50) für die Plätze drei und vier.

Stöger macht kein Hehl daraus, dass er den Pott natürlich am liebsten gewinnen würde: „Ich weiß nicht, wie oft ich noch die Möglichkeit habe,ein Pokalfinale in Berlin zu erreichen.“ Also braucht der 51jährige Winer einen vorweihnachtlichen Coup im Pokal-Knaller, der seine Aktien in Dortmund entscheidend verbessern würde. Bayern in München zu eliminieren, schafften zwei seiner Vorgänger, allerdings erst später  im Semfiinale: Jürgen Klopp  gegen Pep Guardiola vor zwei Jahren im Elferschießen, heuer am 26. April 2017 Thomas Tuchel gegen Carlo Ancelotti mit 3:2. Das Siegestor erzielte der im Sommer nach Barcelona gewechselte Ousmane Dembele. Danach schaffte Dortmund auch den Pokalsieg.

Der Schlager bringt das Duell der Toptorjäger der Liga: Robert Lewandowski, der 15mal traf, gegen Pierre Emerick Aubameyang, der auf 13 Treffer kam. Beide gaben in der  Hinrunde der Bundesliga die meisten Torschüsse ab: Der Pole 70, Aubameyang, der Montag und Dienstag wegen muskulärer Probleme nicht trainierte, 15 weniger. Hinter ihm auf Rang drei folgt  Michel Gregoritsch mit 53 Schüssen für Augsburg. Der einzige der österreichischen Bundesliga-Legionäre unter den top five einer Spezial-Statistik wie gewonnene Zweikämpfe, Passqualität, Ballkontakte, Torvorlagen, Flanken usw. Der Steirer fällt nicht auf dem Rasen positiv auf, sondern sorgte auch auf der Weihnachtsfeier der Augsburger für Aufsehen: Er ritt als Lucky Luke auf einem aufblasbaren Plastikpferd und sagte augenzwinkernd: „Schießt schneller als sein Schatten, das passt ja.“ Martin Hintereggeer übertraf seinen Landsmann noch. Verkleidet als Skilegende Hermann Maier tanzte er bis vier Uhr früh, teilweise in Skischuhen. Jetzt ist er in Ischgl zum Skifahren, 192,9 Kiometer vom Pokalhit in München entfernt.

Für Stöger beginnt nach seinem ersten Trainerduell gegen Jupp Heynckes auch nicht gleich der Weihnachtsurlaub in Wien. Es gibt noch einen Gipfel mit den Bossen Hans Joachim Watzke und Michael Zorc zwecks Personalplanungen. Das 18jährige Argentinien-Talent Maximiliano Romero, Torjäger bei Velez Sarsfield, ist ein Thema. Er würde zwölf Millionen Euro Ablöse kosten. Aber dafür hat Stöger erst nach dem „Highlight zum Abschluss eines für mich sehr bewegten Jahres“ ab Donnerstag Gedanken frei.  Vorerst beschäftigt ihn, wie er es Klopp und Tuchel nachmachen kann: Kompakt in der Defensive, auch offensiv die Bayern beschäftigen. Klingt viel leichter, als es tatsächliche sein wird: „Es gibt angenehmeres als in München zu gastieren.“

Auch wenn Bayern nicht seinen Dotmund-Schreck in Stellung bringen wird. Das ist Arjen Robben, der sich am 23. November in der Champions League gegen Anderlecht in Brüssel verletzt hatte. Zum Muskelfaserriss kamen noch Ischias Probleme. Montag trainierte er aber wieder voll mit. Robben erzielte in 21 Partien gegen Dortmund elf Tore. Darunter 2013 das wichtigstes, das zum 2:1im Londoner Wembley-Stadion, womit Bayern die Champions Legue gewann.Der Trainer damals so wie jetzt: Heynckes. Der Dienstag ausschloss den Holländer  als Joker zu bringen: „Wegen 20 Minuten will ich nichts riskieren. Das sieht auch Robben so.“

Das bisher einzige Duell dieser Saison  gewann Bayern am 4. November in Dortmund 3:0, wobei Alaba über sein Tor zum Endstand jubelte, ehe er verletzt ausschied. Dortmunds Trainer war damals ein anderer Peter, der Holländer Peter Bosz. Jetzt behauptet Heynckes: „Es gibt keinen Favoriten.“ Bereits dort, wo Bayern und Dortmud hin wollen: Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf erreichten mit Schalke durch ein 1:0 (0:0) über Stögers Ex-Klub 1. FC Köln das Viertelfinale. Die Entscheidung fiel durch ein Hinterkopftor von Max Meyer. Bei Stögers letztem Spiel hatte Köln in Gelsenkirchen gegen Schalke überraschend ein 2:2 geschafft.

 

 

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