Fußball

Stöger hat schon seinen Plan B

Entscheidende Tage für die Wiener Austria. Sonntag könnte schon klar sein, ob noch eine Chance auf Platz sechs und der Meisterrunde besteht, in diesem Monat sollte entschieden sein, ob und in welcher  Funktion General Manager Peter Stöger weiter macht. Ihn zu halten ist der  Wunsch von Präsident Frank Hensel, AG-Vorstand Markus Kraetschmer und des strategischen Partners Insignia.  Stöger wird zweieinhalb Jahre nach seinem Abschied aus der deutschen Bundesliga noch von den Medien des großen Nachbarn als Gesprächspartner gesucht und geschätzt. Diese Woche nachzulesen und zu hören im Podcast „Kicker meets DAZN“. In dem Stöger über seine Heimatstadt sagt: „In Wien mögen sie mich halt. Es gibt unangenehmere Menschen als mich.“

Stöger plaudert über den Abschied vom 1.FC Köln im Dezember 2017, ein halbes Jahr nach der  sensationellen Qualifikation für die Europa League.  Er hat noch einige private Kontakte in die Domstadt, gesteht im Nachhinein, dass er das „gerne durchgezogen hätte. Man geht gemeinsam hinunter und baut es wieder auf!“ Aber das wollte in der Chefetage zu wenige. Als musste er im Dezember als Letzter gehen, bekam eine Woche später den Job bei Borussia Dortmund. Dass Ex-Salzburg-Meistermacher Marco Rose jetzt den nächsten  Schritt in Richtung Dortmund macht, in dem er die vertraglich festgelegte Ausstiegsklausel bei Mönchengladbach nützt, kann Stöger verstehen: „Dann bist du als Trainer der Söldner. Andrerseits wollen dich alle abschießen, wenn es nicht läuft. So ist das Geschäft. Damit musst du als Trainer leben, in letzter Konsequenz müssen es aber auch die Vereine akzeptieren, wenn die Trainer ihre Entscheidungen treffen.“

Stöger meint, sein Plan A heiße, weiter bei  der Austria etwas aufzubauen. Wenn sich seine Vorstellungen nicht realisieren lassen, dann hat er bereits einen Plan B. Der heißt: Im Sommer sein Haus an einem Wiener Badesee genießen, am Griller zu stehen und seine Freunde zu bewirten. Einen Job gäbe es für ihn, bei dem „nichts drüber“ geht, wie er zugibt. Das wäre der des österreichischen Teamchefs. Die Möglichkeit dazu hatte er nach dem Ende der Ära von Marcel Koller im Herbst 2017. Aber da wollte er nicht aus dem Vertrag in Köln aussteigen. Also bekam Franco Foda den Zuschlag: „Er macht einen tollen Job“, lobt Stöger.

Apropos Teamchef: Da gibt es Dienstag Vormittag in Deutschland ein Erdbeben. Als der  DFB bekannt gab, dass Jogi Löw nach der  Europameisterschaft im Juli seine Ära nach 15 Jahren und sieben nach den Weltmeistertitel in Brasilien beenden wird. Er bat um eine Lösung des bis 2022  laufenden Vertrags. Löw ist unter anderem auch Ex-Austria-Trainer. Die Parallelen zwischen ihm und Stöger: Beide wurde von Frank Stronach gegangen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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