Fußball

Tirol freut sich auf Lokalmatador Schöpf! Kapitän Baumgartlinger fehlt wieder

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Unter Marcel Koller ist Österreichs Fussballteam in Innsbruck  ungeschlagen. 3:2 gegen die Ukraine, 0:0 gegen Rumänien und 1:1 gegen Island waren die Resultate. Im neuen Tivoli  gab es in bisher 16 Jahren überhaupt noch keine Niederlage. Es begann 2001 mit dem 2:0 gegen Liechtenstein unter Otto Baric, setzte sich in der Ära von Hans Krankl mit dem 4:1 über Luxemburg und 5:0 gegen Weißrussland fort. Vor der Heim-EURO gab´s 2006 und 2007 zwei starke Vorstellungen mit dem 2:1 gegen die Schweiz und dem 3:2 gegen die Elfenbeinküste mit Topstar Didier Drogba. Vor beiden Partien stand der damalige  Teamchef Josef Hickersberger in Frage, wohinter man den damaligen ÖFB-Vizepräsidenten Leo Windtner vermutete. Er stellte das immer offiziell in Abrede. 2009 folgte das erste Innsbrucker Länderspiel mit einem Teamchef aus Tirol: Didi Constantini freute sich über ein 2:1 gegen Litauen.

Auch Dienstag im Test gegen Finnland gibt´s einen Lokalmatador: Alessandro Schöpf. Zwar wird er heute sicher nicht die „heilige“ Tiroler Erde küssen, wenn er in Innsbruck aus dem Flugzeug aus Wien steigt, aber für den 23jährigen wird sein zwölftes Länderspiel sicher ein ganz spezielles. Dass er nach der Gelbsperre beim 3:0 gegen Moldawien beginnen wird, steht ausser Diskussion. Wenn es bei der Dreierkette in der Abwehr bleibt, hat er auf der Position an der rechten Flanke, auf der Valentino Lazaro doch beim Pflichtsieg einige Wünsche offen ließ, überzeugende, mitunter sogar herausragende  Leistungen geboten, Tore erzielt. Da spielte Schalke ebenfalls noch mit drei Innenverteidigern. Jetzt stellte Trainer Markus Weinzierl auf Viererabwehr um und da sieht es anders aus: Da spielte der defensiv stärkere Thilo Kehrer rechter Verteidiger, hat Schöpf rechts im Mittelfeld mit Winterkauf Daniel Caligiuri einen starken Konkurrenten, der ihm mitunter schon verdrängte. Und jetzt kommen noch zwei  andere dazu: Der Spanier Coke, letzten Sommer  vom Europa League-Sieger FC Sevilla geholt, bestand nach einem im ersten Testspiel erlittenen Kreuzbandriss letzte Woche in einem Probematch gegen Hannover den Fitnesstest. Weinzierl lobte den 29jährigen als Persönlichkeit, die Schalke braucht. Für die Europa League wurde er aber nicht gemeldet, in der Bundesliga kann Coke jederzeit spielen. Ebenso der wieder einsatzfähige Japaner Atsuto Uchida.

Also wird´s für Schöpf bei Schalke schwerer als für Guido Burgstaller, seinen Platz zu behaupten. Bei Koller wird das seine Chancen nicht entscheidend verringern. Egal in welchem System,  Schöpf ist für Irland  im Mittelfeld eine ernste Option. Gegen Finnland kann sich Bremen-Legionär Florian Grillitsch erstmals empfehlen, er kam als Ersatz für den verletzten Louis Schaub dazu, ist eine Alternative für das zentrale Mittelfeld. Zumal Kapitän Julian Baumgartlinger nach der Sperre am Freitag auch Dienstag fehlen wird. Wegen einer Zehenverletzung fliegt er zurück nach Deutschland  statt nach Tirol. Also sieht es nach dem Grillitsch-Debüt aus. Und dem zweiten Spiel von David Alaba als Kapitän.

Die Kulisse im 16.000 Zuschauer fassenden Tivoli wird passen: 10.000 Karten waren bereits vor dem 3:0 gegen Moldawien weg, Tirols Verbandschef Sepp Geissler erwartet durch den Sieg nochmals einen Schub. Man kann nur hoffen, dass Koller  mit seinen Personalmassnahmen  das Match nicht ähnlich entwertet wie zuletzt das 0:0 gegen die Slowakei.

 

 

Foto: peterlinden.live.

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