Fußball

Trainer-Privatier Stöger meldet sich zurück: Er würde es wieder tun!

Seit Mai, der erfüllten Champions League-Mission bei Borussia Dortmund, ist Peter Stöger Trainer-Privatier. Zog sich zurück. Lehnte konsequent alle Angebote, die Weltmeisterschaft zu kommentieren und analysieren, ab. Genoss den Sommer in seinem Haus an einem Wiener Badeteich, tauchte nur einmal in Sachen Fußball zur Eröffnung der neuen Generali-Arena der Austria gegen Borussia Dortmund in der Öffentlichkeit auf, ansonst an der Serie von Freundin Uli bei Events, die wenig mit Fußball zu tun hatte. Fiel auch dabei dabei durch Schlagfertigkeit und trockenem Humor, eines seiner  Markenzeichen, auf. Bei einer Frage von ATV-Societyreporter Dominik Heinzl. Die prompte Antwort: „Ich bin zwar Fußballtrainer, aber deswegen net deppert.“

Jetzt meldete sich der 52jährige auch in Sachen Fußball zurück. Die langjährige Nummer eins im Dortmund-Tor, Roman Weidenfeller, hatte ihn letzte Woche zu seinem Abschiedsspiel eingeladen, danach schaute er noch bei Freunden in Köln, wo er ja viereinhalb erfolgreiche Jahre seines Trainerlebens verbracht hatte, vorbei. Hörte wieder einmal  Lob für Kölns neuen Fanliebling aus Wien, Louis Schaub. Dabei blieb Zeit für ein „Bild“-Interview, bei dem er der  Reportlegende Vim Vomland (Bild oben) versicherte: „Alles ist gut. Ich bin noch nie jemanden auf den Keks gegangen. Ich persönlich fühle mich auch gut.“

Er fand positive Worte für seinen Schweizer Nachfolger in Dortmund, Lucien Favre, der im Vergleich zu ihm den großen Vorteil hatte, mit einer kompletten Vorbereitung an die Aufgabe herangehen zu können und nicht wie er als Krisenfeuerwehr mitten in einer verkorksten Saison einsteigen musste. Redete über Mario Götze, den deutschen Goldschützen im WM-Finale 2014, der bei Favre kaum eine Rolle spielt, bei ihm nach Verletzungen in  vielen Partien trotzdem zur Startelf gehörte: „Er hat halt gefühlt einen anderen Stellenwert, steht daher im Fokus und dies macht es vielleicht nicht einfacher für ihn.“ Und zur Kritik an ihm wegen des Blitz-Wechsels nach der Beurlaubung in Köln zu Dortmund vor zehn Monaten sagte er dezidiert:“Manchmal muss man sich kurzfristig entscheiden. Dortmund ist einer der emotionalsten Vereine in Europa. Deshalb habe ich mich so entschieden und würde es auch heute wiede tun.“

Seine Zukunftspläne haben sich nicht geändert, beginnen nach aktuellem Stand aber weiter erst im nächsten Jahr. 2019 möchte er wieder etwas machen, was spannend ist, wobei Deutschland und England im Fokus stehen: „Ich bin ein neugieriger Mensch und für spezielle Dinge zu haben.“ Borussia Dortmund eröffnet Freitag Abend die dritte  Bundesligarunde mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, den Klub der derzeit einzigen österreichischen Trainerlegionärs in Deutschland, Adi Hütter. Dem Vorarlberger blieb während der Länderspielpause  das Verletzungspech treu. Der portugiesische Stürmer Goncalo Paciencia verletzte sich im Training ohne Fremdeinwirkung schwer, musste am Knie operiert werden, ist Hütters nächster Langzeitausfall. In Dortmund nicht zu verlieren, käme überraschend. Aber Kämpfer Hütter gibt nie auf.

 

 

Foto: FussballBild .

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