Fußball

Vor Jahrzehnten spielte Schmid mit Fridrikas – jetzt trainiert er den Sohn!

Seit Donnerstag hat Hartbergs Trainer Manfred Schmid einen Spieler neu in seinem Kader, mit dessen Vater er vor Jahrzehnten, von 1992 bis 1994 bei der Wiener Austria zusammengespielt hatte. Mit dem Litauer Roberts Fridrikas, der von Schalgiris Wilna nach Wien kam, hier auf seine Landsleute Valdas Ivanauskas und Arminas Narbekovas traf. Das waren damals Jahre, in denen die Austria nie ohne Titel blieb: 1992 das Double unter Herbert Prohaska, ein Jahr später Meister mit Hermann Stessl, ein Jahr später nur Vizemeister hinter Austria Salzburg, aber Cupsieger. Jetzt ist Fridrikas 58 Jahre alt, sein 27 jähriger Sohn Lukas (Bild) wechselte von Altach zu Hartberg, wo er nach Elias Havel, Patrik Mijic, dem Australier Jed Drew und Marco Hoffmann der fünfte  Stürmer im Kader sein wird. Samstag beim ersten „Heimspiel“ Hartbergs in der Südstadt gegen Red Bull Salzburg wird er nur Zuschauer sein, aber der Spielort erinnert ihn an die Anfänge seiner Karriere im Admira-Nachwuchs. Seine Mutter Ausra kam noch unter ihrem Mädchennamen Zukiene als Handballstar nach 165 Länderspielen für die Sowjetunion zu Hypo Südstadt, wurde von Gunar Prokop eingebürgert, gewann mit Hypo fünfmal die Champions League, mit Österreich je einmal die Bronzemedaille bei Europa-und Weltmeisterschaften.

Lukas Fridrikas hatte die bisher beste Zeit in seiner Karriere bei Austria Lustenau unter Markus Mader in der Saison 2022/23. Damals ließ er mit 13 Toren und sechs Assists in 29 Partien aufhorchen. Galt sogar als Kandidat für den Ex-Klub seines Vaters, die Wiener Austria.  Die sich damals den Transfer nicht leisten konnte. In der Saison darauf hatte Fridrikas Pech mit Verletzungen, unter anderem mit einer Schambeinentzündung.  Daher bestritt er nur 19 Partien, erzielt sechs Tore. Dennoch holte ihn Altach ablösefrei vom Vorarlberger Rivalen nach dessen Abstieg in die zweite Liga.  Zum erhofften Königstransfer wurde er nicht. Die Bilanz der letzten Saison: Nur drei Tore und zwei Assists.

In den ersten zwei Runden dieser Saison spielte er nur elf Minuten beim 2:0 in Wolfsberg. Dennoch zeigte Schmid Interesse, aber das „Gesamtpaket“ passte vorerst nicht in Hartbergs Budget. Als die Forderungen reduziert wurden, folgte rasch Einigkeit. Altach konnte sich von einem Spieler trennen, der bis 2027 unter Vertrag stand, aber keine große Rolle mehr spielte. Als Fridrikas die sportmedizinischen Tests bestand, war der Transfer zu Hartberg perfekt.

Foto: Gepa/Admiral.

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